Wieder was dazugelernt – Frau Lizzy als Sportshirt

Vor einem Jahr noch hatte ich die Idee, möglichst alle Kleidungsstücke selbst zu nähen. In diesem Jahr hab ich dann mal versucht Sportklamotten selbst herzustellen. Ich sag’s dirket, ich bin gescheitert. An Sporthosen und auch Shirts hab ich einen hohen Anspruch bezüglich Passform und vor allem bezüglich Material.

Mit der Hose hab ich angefangen, weil ich dringend eine Neue brauchte. Schnitte und Passformen hab ich einige ausprobiert, sogar meine Lieblingshose hab ich zerschnippelt. Aber sobald ein Material nicht genauso dehnbar ist, wie das für den Schnitt verwendete, fällt die Hose ganz anders aus. Ausserdem ist es echt schwer genau einen Jersey oder ein anderes dehnbares Material zu finden, dass nicht zu dünn, aber auch nicht zu dick ist, sondern genau passend. Ich hatte nicht den Nerv  und das Geld verschiedene Microfaserstoffe oder auch Jerseys durchzuprobieren. Da wäre mir die Sache doch etwas zu teuer geworden. Zudem hab ich auch immer wieder sehr gut sitzenden Hosen gefunden, eben nicht beim Discounter, sondern man muss etwas mehr Geld ausgeben, dafür sitzen und halten sie und sind zudem noch ordentlicher produziert (bei bestimmten Firmen). Also hab ich das Kapitel selbst genähte Sporthose getrost beendet und mich den Shirts zugewandt.

Da hab ich einen tollen Schnitt gefunden der, mit leichtem Viscosejersey genäht, sich sowohl zum walken (im Sommer) als auch im Fitnessstudion (im ganzen Jahr)  eignet: Frau Lizzy von Schnittreif.

Dank des hohen Ausschnitts kann ich sämtliche Verrenkungen machen, ohne dass man mir bis auf den Bauchnaben schauen kann und die Weite im Hüftbereich  finde ich großartig bequem und luftig. Das recht einfach zu nähende Teil ist  raffiniert konstruiert. Man kann beide Seiten nach vorne tragen, einmal hat es dann eine Naht in der Mitte, was bei Streifen einen schöne Effekt ergibt. Zudem hat dieses Shirt nur 3 Nähte ( 2x Schulter und besagte Naht längs übers Vorderteil) und ist ruckzuck genäht.

Genäht hab ich es direkt mehrmals. Das erste zur Probe aus  schwarzem schwererem Viscosejersey aus dem Vorrat.

IMG_3180Aus leichterem Viscosejersey  aus Maastricht (davon direkt zwei weil, man nur läpsche 70cm für das Shirt braucht).

P1070606P1070601Hier ist die Naht hinten

Und aus einem tollen Jerseystoff vom Maybachufermarkt, der auf einem sehr schönen und besonderem Weg zu mir gefunden hat,  davon erzähle ich hier.

IMG_3156Hier ist die Naht vorne

IMG_3178und hier ist die Naht hinten

Alle Säume hab ich einfach umgeklappt und mit einem dreifach Zickzackstich genäht. Das ist mein neuer Lieblingsstich. Danke an Bele für den Tipp.

IMG_3168Und bei Frau H .aus E. hab ich ein tolles Kleid aus dem Schnitt entdeckt. Tolle Idee, da müsste ich mir jetzt nur noch die passende Sportart zu suchen, Tennis vielleicht?

Und so bin ich von meinen Ansprüchen wieder etwas runter gekommen. Ich muss nicht alles selbst nähen, aber ich kann, wenn ich will. Das hört sich anders an und entspannt. Und wie immer im Leben, die Mischung macht’s.

4 Gedanken zu „Wieder was dazugelernt – Frau Lizzy als Sportshirt“

  1. Wenn du keine Sportklamotten nähst, also Hosen, dann bleibt einfach mehr Zeit für andere Kleidungsstücke. Tolle Tops sind das geworden, ich habe es nicht mehr geschafft zu nähen.
    lg monika

  2. Ja, Frau Lizzy habe ich auch gleich mehrmals genäht und sehr gerne getragen. Deine Versionen gefallen mir ausgesprochen gut und die Idee mit der Zickzacknaht muss ich mir merken.

    Liebe Grüße Irene

  3. Hah, da habe ich Glück, ich mache keinen Sport und brauche keine Sportklamotten 😉 Deine Lizzy gefällt mir gut, die wasserfarben sind immer wieder traumhaft. Den dreifach Zickzack nähe ich auch sehr gern, als Saum bei Schirts und Co. und bei der Unterwäsche. Meine jetzt vernähten Wäschgummis waren überwiegend von Stoff und Stil, die sind schön weich, finde ich und mit den 5 m Karten kann ich besser hantieren als mit hangewickelter Meterware. LG Kuestensocke

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