meine Indien Garderobe

Gestern habe ich euch hier Fotos von unserer Indienreise gezeigt und heute  beim MMM möchte ich euch meine Indiengarderobe zeigen.

In Indien tragen die Frauen lange Kleidung, auch unter den Kleider werden Leggings getragen , die Schultern sollten bedeckt sein, der Auschnitt nicht zu tief. Da wir viel bei einheimischen Familien eingeladen  und in den Projekten meiner Tochter unterwegs waren, war es mir wichtig, diese Regeln auch mit meiner Garderobe zu vereinbaren.

Und da ich mit ganz kleinem Gepäck reisen wollte, sollten die Kleidungsstücke  gut untereinander kombinierbar sein.

Bei Temperaturen um die 30 Grad konnte ich mir vorher so gar nicht vorstellen mit Leggings oder ähnlichen Beinkleider herumzulaufen. Anders als erwartet fand ich es aber sehr bequem und weniger warm als erwartet. Da wir in Indien meist von sehr vielen Menschen umgeben waren und man ständig auf dem Boden hockt, fand ich die langen Hosen mehr als praktisch.

Extra genäht habe ich mir für die Reise zwei Alexandria Peg Trousers aus dünner Viscose und noch ein Joni Dress von Tilly and the Buttons. Die Hosen sind super bequem und das Kleid ist nicht zu eng, der Ausschnitt akzeptabel und beides kann ich auch gut hier noch tragen.

Dazu kaman dann aus dem Fundus meine  Leggings nach einem Schnitt aus der Cut, meine Yogahosen nach einem Schnitt aus der Ottobre und ein paar T-Shirts nach dem Buch „1000 tolle Shirts“ von Sebastian Hoofs. Die Leggings und Shirts konnte ich für die tägliche Yogastunde gut nutzen und zudem mit Kleider und Hosen kombinieren. Für abends hatte ich noch einen alte Nina Strickjacke dabei, die es aber nie aufs Foto geschafft hat.

Ganz konnte ich auf meine Lieblingskleider nicht verzichten und habe ein abgewandelts Vogue 1027, das es bisher nicht auf den Blog geschafft hat, mitgenommen. Und noch meine beiden Kleider nach dem Schnitt Martha von Schnittmuster Berlin, die schon viel getragen und etwas runtergerockt waren, hatte ich als Nachthemden dabei, bei Bedarf konnte ich sie aber auch tagsüber tragen,

Aber jetzt endlich die Fotos:

Alexandria Trousers mit T-Shirts. Auf der Hose sind Tiger 🙂 im Hostel fotografiert

und auf dem Markt

Und im Projekt meiner Tochter. Vorschule und Hausaufgabenhilfe für Kinder aus der Nachbarschaft. Die Frau, die dieses Projekt aufgebaut hat, hat mich sehr beeindruckt. Sie hat die Vorschule aufgebaut, da war sie selbst erst 15 Jahre alt. Unglaublich, was dir Frauen in Indien so alles auf die Beine stellen, obwohl viele mit viel weniger Freiheiten und Privilegien aufwechsen als wir sie gewohnt sind.

Im Joni Dress barfuß in den Reisfeldern. Ich hatte mir von Herzen gewünschet, mal Reisfelder zu sehen und der Wunsch wurde mir erfüllt.

Im Botanischen Garten in Bangaluru

Beim Kokosnussaushöhlen (wir haben einen kleinen privaten Backkurs bekommen, wie man Kokosnuss -Toffees macht)

Das abgewandelte Vogue 1027 habe ich einmal ausserhalb des Hostels angezogen, zum Bummeln am Stand. Keine einzige Frau lief da im Bikini oder Badeanzug herum, sondern alle sehr angezogen. Das fand ich schon sehr traurig.

Das Martha Kleid hatte ich zum Seidekaufen an.  Es war auch Indienkompartibel habe ich festgestellt.

Ich durfte im Laden sogar eine Flämmprobe machen und es war wirklich reine Seide, die ich dann auch gekauft habe.

Noch mehr Stoffe habe ich unter anderem in diesem tollen Laden gekauft.

Dieser Auswahl an wundschönen bunten Baumwollstoffen konnte ich nicht wiederstehen.

Und zum Abschluss noch ein paar Fotos mit Frauen, die sehr landestypisch gekleidet sind in Saris oder Kurtas (lange Tunikas)

Sehen sie nicht unglaublich elegant aus in diesen Saris? Ich hätte sie den ganzen Tag nur bestaunen können. Immer noch habe ich diese Farbexplosion im Kopf. Farben machen das Leben einfach dirkte viel schöner.

Vielen Dank an das MMM Team, denn ihr macht mit eurer Linkparty unser Leben bunter und schöner.

19 Gedanken zu „meine Indien Garderobe“

  1. Ich habe ja bei Insta schon ein bisschen bei dir gespeckert. Was für eine tolle Reise! Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Farben einen überwältigen (ebenso die Temperaturen und die Gerüche…) tolle Schätze hast du mitgebracht, ich bin gespannt, was daraus wird.
    LG
    Sandra

  2. Deine wunderbaren Eindrücke von der Indienreise habe ich gestern schon bewundert und jetzt gibt es noch die Reisekleidung obendrauf.
    Ich glaube nur mit selbstgenähter Kleidung schafft man es, die Sitten und Gebräuche des Reiselandes zu beachten und trotzdem eine zum eigenen Stil passende Kleidung zusammenzustellen.
    LG von Susanne

  3. Ich habe das in Indien nie als traurig empfunden, dass die Frauen bedeckt rumlaufen.. im Gegenteil fand ich es erschreckend, wie die westliche Massenware aus Jeans und Sweatshirts Einheitsbrei aus den wunderschön hinten und eleganten und praktischen traditionellen Gewändern macht. Danke für die Einblicke!

    1. Ich fand es auch nur am Strand traurig, da sie sich nicht ins Wasser werfen konnten, in angenehmer Badekleidung. Ansonsten stimme ich dir zu: Schade, wenn die tollen Farben verschwinden.
      LG Karin

  4. Danke, dass Du uns auf Deine Reise virtuell mitgenommen hast. Das mit den Farben finde ich hier auch immer schade. Irgendwie ist in den Geschäften und auf der Straße gerade alles grau, pastellfarben und vielleicht noch eine spur senf, weil aktuell Modefarbe. Ich selbst tu mich auch schwer Musterstoffe und intensive Farben für mich zu vernähen (ausser rot, das mag ich sehr). Woher das wohl kommt? Vielleicht hat es was mit dem Breitengrad zu tun, vielleicht weil es bei uns auch kaum Färbepflanzen für solche Farben gab? Mit dem Tragen von Hosen würde ich die Verwendung der Farben aber nicht in einen Topf werfen. Das Tragen von Hosen ist schon eine Etappe in Richtung Gleichberechtigung. Wenn man davonlaufen kann, wovon auch immer.
    Deine Reisekleidung mag ich – passend für die Verhältnisse vor Ort und doch genau Dein Stil.

    LG
    Martina

    1. Ich weiss auch nicht woran das liegt mit den Farben. Die Idee mit den Färbepflanzen ist gut, aber in Holland gibt es ja viel mehr Farbe in der Kleidung. Aber die hatten ja auch früh schon Kontakte in diese Länder. Also, vielleicht ist ja was dran mit den Färbepflanzen.
      LG Karin

  5. Das ist ein ganz schöner Beitrag!!! ich habe ihn mit Freude gelesen… deine Kleidung war sicherlich sehr passend zum Anlass und wird dich hoffentlich noch oft an diesen schönen Urlaub erinnern… lg Sarah

  6. Das erinnert mich an meine Indienreise, die inzwischen schon wieder 5 Jahre zurück liegt. Allerdings war ich weiter im Norden Indiens und es ist interessant, dass es doch etliche regionale Unterschiede in diesem großen Land gibt. Aber überall gibt es diese tollen Stoffläden.
    Grüßle Bellana

  7. Danke für die Einblicke in Deine Reiseerlebnisse! Es ist einfach schön, eine individuelle Garderobe passend zu einer besonderen Reise nähen zu können.
    Liebe Grüße, SaSa

  8. Was für ein toller Bericht. Schön, dass Du mich mit den Fotos ein Stück mit auf Deine Reise genommen hast. Deine Outfits gefallen mir alle – mein Favorit ist das bunte Kleid mit der weiten schwarzen Hose. Und auf Deinen Einkaufbummel durch die Stoffläden bin ich schon ein wenig neidisch – schöne Mitbringsel hast Du da gekauft.
    Liebe Grüße von Ina

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