meine Indien Garderobe

Gestern habe ich euch hier Fotos von unserer Indienreise gezeigt und heute  beim MMM möchte ich euch meine Indiengarderobe zeigen.

In Indien tragen die Frauen lange Kleidung, auch unter den Kleider werden Leggings getragen , die Schultern sollten bedeckt sein, der Auschnitt nicht zu tief. Da wir viel bei einheimischen Familien eingeladen  und in den Projekten meiner Tochter unterwegs waren, war es mir wichtig, diese Regeln auch mit meiner Garderobe zu vereinbaren.

Und da ich mit ganz kleinem Gepäck reisen wollte, sollten die Kleidungsstücke  gut untereinander kombinierbar sein.

Bei Temperaturen um die 30 Grad konnte ich mir vorher so gar nicht vorstellen mit Leggings oder ähnlichen Beinkleider herumzulaufen. Anders als erwartet fand ich es aber sehr bequem und weniger warm als erwartet. Da wir in Indien meist von sehr vielen Menschen umgeben waren und man ständig auf dem Boden hockt, fand ich die langen Hosen mehr als praktisch.

Extra genäht habe ich mir für die Reise zwei Alexandria Peg Trousers aus dünner Viscose und noch ein Joni Dress von Tilly and the Buttons. Die Hosen sind super bequem und das Kleid ist nicht zu eng, der Ausschnitt akzeptabel und beides kann ich auch gut hier noch tragen.

Dazu kaman dann aus dem Fundus meine  Leggings nach einem Schnitt aus der Cut, meine Yogahosen nach einem Schnitt aus der Ottobre und ein paar T-Shirts nach dem Buch „1000 tolle Shirts“ von Sebastian Hoofs. Die Leggings und Shirts konnte ich für die tägliche Yogastunde gut nutzen und zudem mit Kleider und Hosen kombinieren. Für abends hatte ich noch einen alte Nina Strickjacke dabei, die es aber nie aufs Foto geschafft hat.

Ganz konnte ich auf meine Lieblingskleider nicht verzichten und habe ein abgewandelts Vogue 1027, das es bisher nicht auf den Blog geschafft hat, mitgenommen. Und noch meine beiden Kleider nach dem Schnitt Martha von Schnittmuster Berlin, die schon viel getragen und etwas runtergerockt waren, hatte ich als Nachthemden dabei, bei Bedarf konnte ich sie aber auch tagsüber tragen,

Aber jetzt endlich die Fotos:

Alexandria Trousers mit T-Shirts. Auf der Hose sind Tiger 🙂 im Hostel fotografiert

und auf dem Markt

Und im Projekt meiner Tochter. Vorschule und Hausaufgabenhilfe für Kinder aus der Nachbarschaft. Die Frau, die dieses Projekt aufgebaut hat, hat mich sehr beeindruckt. Sie hat die Vorschule aufgebaut, da war sie selbst erst 15 Jahre alt. Unglaublich, was dir Frauen in Indien so alles auf die Beine stellen, obwohl viele mit viel weniger Freiheiten und Privilegien aufwechsen als wir sie gewohnt sind.

Im Joni Dress barfuß in den Reisfeldern. Ich hatte mir von Herzen gewünschet, mal Reisfelder zu sehen und der Wunsch wurde mir erfüllt.

Im Botanischen Garten in Bangaluru

Beim Kokosnussaushöhlen (wir haben einen kleinen privaten Backkurs bekommen, wie man Kokosnuss -Toffees macht)

Das abgewandelte Vogue 1027 habe ich einmal ausserhalb des Hostels angezogen, zum Bummeln am Stand. Keine einzige Frau lief da im Bikini oder Badeanzug herum, sondern alle sehr angezogen. Das fand ich schon sehr traurig.

Das Martha Kleid hatte ich zum Seidekaufen an.  Es war auch Indienkompartibel habe ich festgestellt.

Ich durfte im Laden sogar eine Flämmprobe machen und es war wirklich reine Seide, die ich dann auch gekauft habe.

Noch mehr Stoffe habe ich unter anderem in diesem tollen Laden gekauft.

Dieser Auswahl an wundschönen bunten Baumwollstoffen konnte ich nicht wiederstehen.

Und zum Abschluss noch ein paar Fotos mit Frauen, die sehr landestypisch gekleidet sind in Saris oder Kurtas (lange Tunikas)

Sehen sie nicht unglaublich elegant aus in diesen Saris? Ich hätte sie den ganzen Tag nur bestaunen können. Immer noch habe ich diese Farbexplosion im Kopf. Farben machen das Leben einfach dirkte viel schöner.

Vielen Dank an das MMM Team, denn ihr macht mit eurer Linkparty unser Leben bunter und schöner.

Indien

Wie die ein oder andere vielleicht schon bei Instagram mittbekommen hat, habe ich im Oktober meine Tochter zwei Wochen in Indien besucht. Sie ist dort für ein Jahr im Freiwilligendienst.

Wir haben dort sehr viel gesehen. Ich bin noch immer voll von den Eindrücken und tollen Begegnungen, die ich dort hatte. Und die möchte ich gerne ein wenig mit euch teilen. Es ist nur eine kleine Zusammenfassung, mit vielen Fotos und bestimmt nicht vollständig.

Die ersten Tage verbrachten wir in Mysore (bzw. Mysuru) wo meine Tochter auch lebt, besuchten den beleuchteten Palast,

bestaunten den Verkehr

Und die wundschönen Tempel

sahen eine Parade mit Elefanten

und ich durfte ein Stündchen Stoffe shoppen gehen. Die Stoffgeschäfte in Mysore liegen alle in einer Gasse, die vor Farben nur so sprüht. Gefunden habe ich dort viele schöne Baumwolldrucke aber auch wirklich viel Poly.

Dann ein paar Tage in Alappuzha, früher Alleppey, um die Back Waters zu besuchen

Frauen wuschen am Rand der Flüsse immer wieder die Wäsche

und das Meer zu sehen.

Am zweiten Wochenende wurde mir ein Wunsch erfüllt. Ich wollte so gern mal Reisfelder sehen, Bananenbäume (ich wusste ja nicht, dass die in Indien an jeder Straßenecke stehen) und Palmen (dito). Die Eltern der Gastschwester meiner Tochter haben eine kleine Farm in Coorg und dorthin haben sie uns eingeladen.

Ich durfte barfuß durch Reisfelder laufen,

Kaffeeplantagen, Bananenbäume , Palmen, Pfeffersträucher etc bestaunen.

Die Eltern wohnen auf sehr kleinem Raum, aber sehr gemütlich. Überhaupt sind die meisten Wohnungen und Häuser wesentlich kleiner als wir es kennen und die Menschen rücken immer eng zusammen. Dafür sind sie sehr freundlich, es gibt immer etwas Gutes zu essen und wir haben einen spontanen Kochkurs erhalten. Uns wurde gezeigt, wie man Kokosnuss-Toffees zubereitet. Ich habe die Kokosnüsse aushöhlen dürfen.

Und ich wurde in einen Sari gewickelt: Coorgy Style. Die Saris werden nämlich überall anders gebunden, je nach Region.

Und wir haben ihre Nähmaschine bestaunt.

Sonntags waren wir in einer kleinen tibetischen Enklave mit einem goldenen buddhistischen Tempel. Ich habe noch nie so etwas Schönes gesehen.

Wieder zurück haben wir 5 Tage in Mysore verbracht.

Die Projekte besucht in denen meine Tochter arbeitet. Im Moment ist sie in einer Schule.

Bis zum Sommer war sie in einer Vorschule. Die Frau, die die Vorschule (wir würden es eher Kindergarten nennen) aufgebaut hat, war bei der Gründung 15 Jahre. Sie wollte, dass die Kinder, insbesondere auch die Mädchen, gute Voraussetzungen für die Schule bekommen. Deshalb bringt sie ihnen so viel wie möglich schon vor dem Schuleintritt bei. Denn die staatlichen Schulen in Indien sind selten gut, gehen schnell mit dem Stoff voran und wenn die Kinder nicht mitkommen, gibt‘s Schläge. Das wollte sie ihnen ersparen.

Täglich kommen 30-40 Kinder zu ihr um zu spielen, zu lernen und miteinander zu essen. Dafür stehen ihr ein ca 20qm großer Raum zur Verfügung, den ihr Vater ihr gebaut hat und 1-2 Freiwillige, die sie über einen NGO zur Verfügung gestellt bekommt. Staatliche Hilfe gibt es dafür nicht.

Nachmittags gibt sie allen Kindern, die kommen noch Hilfe bei den Hausaufgaben.

Überhaupt habe ich die Frauen in Indien als sehr kreativ und engagiert erlebt. Und das obwohl einige in ihren Freiheiten doch sehr beschnitten sind und sich nicht alleine in der Stadt bewegen dürfen. Und trotzdem versuchen sie das Beste aus ihrer Situation zu machen und ebnen den nachfolgenden Generationen die Wege so, dass es für sie evtl einfacher wird.

Ich konnte mich in Ruhe mit ihr unterhalten, während sie mir mal eben ein wundervolles Hennatattoo verpasste.

Immer wieder sieht man nähende Männer (Stitcher) in ihren kleinen Läden.

und natürlich Kühe, immer und überall.

Wir haben eine Sariweberei besichtigt.  Dort wurden aus Seide und Goldfäden Saris gewebt und nachher gefärbt.

Leider durften wir  in der Weberei keine Fotos machen, dafür wurden wir von den Webern immer wieder an die Webstühle gerufen, durften fühlen, staunen, auch mal die Maschine bedienen und hatten jede Menge Spaß.

Die Saris wurden auch auf dem Gelände verkauft für 300€ aufwärts. Da kam ich dann so gar nicht in Versuchung.

Aber bei diesem netten Herrn haben wir ein paar gebrauchte Saris gekauft (garantiert aus Poly). Meine Tochter ist Stammkundin bei ihm. Der Stoff eignet sich klasse für Taschen.

Der liebste Treffpunkt der Freiwilligen ist bei Adil und Azam auf dem Markt.

Bei Adils Mutter durften wir dann auch einen Kochkurs besuchen und lernen indisch zu kochen. Natürlich Indiastyle auf dem Boden sitzend.

Es wird einen eigenen Blogbeitrag mit den Rezepten geben.

Wir waren Seide kaufen

nd mehrfach auf dem Markt, den ich so unglaublich toll und farbenfroh finde. Fabe gibt es in Indien sowieso viel mehr als hier. Das macht alles direkt viel freundlicher

Ganz Indiastyle sind wir zu unserem letzten Ziel und Abflugs Ort Bangalore gefahren: mit dem Zug in der General klass. Aber wenn man 23 Stunden Taxifahrt hinter sich gebracht hat in einem indischen Taxi, und sich um Busplätze gedrängelt hat und dabei zusehen musste, wie die Inder Koffer und Kinder durch die Kenster in den Bus „warfen“ um Sitze zu reservieren, kann einen nicht mehr so viel erschüttern.

Die letzten zwei Tage verbrachten wir in Bangalore. Eine boomende Stadt, in der es unglaublich viele IT Unternehmen gibt. Hier wirkte alles direkt viel moderner. Auch die Frauen bewegten sich hier freien, waren anders gekleidet. Aber da haben wir leider wenige Fotos gemacht. Dafür eine tolle Sicht von oben, aus einem Cafe im 13 Stock.

Keine Fotos haben wir gemacht (oder möchte ich veröffentlichen), von den vielen netten Begegnungen mit den Menschen, die meine Tochter dort kennen gelernt hat, täglich sind wir zum Essen eingeladen worden. Ich habe die Menschen in Indien als sehr gastfreundliche und geduldige Menschen kennengelernt.

Und mir ist nochmal mehr bewusst geworden, wie gut wir es hier in Deutschland haben, mit all unseren Standards, Absicherungen und Privilegien. Das hat mich wirklich nochmal sehr nachdenklich, dankbar und demütig gemacht.

Vielen Dank an meinen Mann für die tollen Fotos.

Strickstoffquelle Werbung

Endlich ist wieder Strickjackenwetter.  In diesem Sommer habe ich das warme Wetter wirklich sehr genossen. Aber es war so warm, dass ich euch monatelang meine neuen Strickjacken nicht zeigen konnte. Denn wenn es endlich mal weniger warm war und ich mich in die Jacke kuscheln konnte, war es dunkel und fotografieren unmöglich.

Aber so langsam – und in den letzten Tagen auch recht schnell – ändern sich die Temperaturen und ich kann meine heißgeliebten Strickjacken auch malwieder tagsüber tragen und somit auch endlich bei Tageslicht fotografieren.

Nach meinem letzten Blogbeitrag über Strickjacken, in denen ich die Schwierigkeit von guten Stoffquellen für nicht kratzenden Strickstoffe – bei mir heißt das, frei von Wolle oder ähnlichem – bemängelte, meldete sich Karin Schell vom Roten Faden bei mir. Im Sortiment vom Roten Faden findet man, etwas versteckt zwischen Angora- und Merinostrickstoffen – auch ein paar Stoffe in tollen Farben aus Viscose-Polyester-Mix.

Netterweise durfte ich mir zwei Stoffe zum Ausprobieren und Probetragen aus dem Sortiment aussuchen. Ich wählte blaubeere und weinrot aus. Der Stoff war  schnell  und unkompliziert vernäht. Mit der Overlock ging das sehr gut. Der Schnitt ist wieder die Blackwood Cardigan.

Und auch nach vielem Tragen, den ganzen Sommer durch in lauen Sommernächten wie gesagt, bin ich begeistert von den Stoffen. Sie kratzen nicht, sind angenehm auf der Haut zu tragen und die Qualität ist sehr gut, so wie ich es vom Roten Faden gewohnt bin.

Vielen Dank für die tollen Stoffe.

Der Stoff für das Kleid ist ein Viscosejersey auch vom Roten Faden. Den habe ich selbst gekauft. Ich war sehr happy, dass ich das Reststück erwischt habe. Vielleicht ist er ja im nächsten Sommer wieder im Sortiment.

Ich wünsche euch einen schönen Tag.

*dieser Beitrag enthält Werbung

Flint Pants mit endlich passender Bluse

Wenn ich in diesem Sommer ein Hose angehabt habe, dann in der Regel eine von meinen zahlreichen Flint Pants. Der Schnitt ist so genial wie einfach und aufgrund des fehlenden Reißverschusses auch super flott genäht. Deshalb habe ich mir zum Ende des Sommers noch eine in meinem Lieblingsblau genäht aus feinem Viscosestoff.

Ein dünner Jeansstoff liegt hier auch noch für eine Flint Pants in lang mit etwas schmaleren Beinen, denn diese ist echt schon durch.

Und dazu aus meinem Grundschnitt eine Bluse auch aus Viscose. Die vorderen Taillenabnäher habe ich weggelassen, damit sie etwas lockerer fällt. Endlich habe ich einen Shirtblusenschnitt, in dem ich mich bewegen kann. Ich geh jetzt in Serie.

Das ist jetzt etwas knapp, aber mehr ist dieser genialen Kombi nicht hinzuzufügen.

Wir sehen uns bei MeMadeMittwoch, den heute Dodo moderiert in einem Rock, in der perfekten Länge.

ich packe meinen Koffer …aus

Beim letzten MeMadeMittwoch war ich noch nicht so weit den Koffer zu packen. Erst danach habe ich mich an meine Urlaubgarderobe gesetzt, sie direkt eingepackt und mich auf den Weg nach Italien gemacht. Diese Woche habe ich dann alles zuhause wieder ausgepackt und euch ein paar Fotos von meinen Lieblingskleidern mitgebracht.

Zwei neue Schnitte habe ich für diese Sommerferien genäht .

Schon lange auf meiner Wunschliste stand das Eliana Dress von Pauline Alice. Wiebke hat es aus Jersey genäht, was ich natürlich eine sehr gute Idee fand.

Das habe ich auch gemacht.

und dann noch eins weils so schnell ging. Bei diesem Kleid habe ich Ober- und Rockteil in einem zugeschnitten.

und dann noch ein paar Tops aus dem Schnitt für Yoga oder anderen Sport. Die Shirts sind klasse, habe aber nur eins fotografiert. Den Amrauschnitt habe ich bei dem ein oder anderen Shirt und Kleid verkleinert, das macht Sinn.

Schnitt Nummer zwei: Das Ogden Cami von true bias. Der Schnitt wird in diesem Jahr auf Instagram rauf und runter gezeigt, und nachdem ich es genäht hatte, wußte ich auch warum: es hat eine schöne Passform und ist flott zu nähen. Das Orginalshirt ist recht kurz, aber auf meine Wanderhose passte es gut.

Dann habe ich es noch zweimal als Kleid genäht. Dafür habe ich es einfach verlängert jedoch einiges an Weite rausgenommen. Nur ein Kleid hat es aufs Foto geschafft: es ist aus ganz weicher Viscose, knittert wie S.. ist aber sehr schön zu tragen.

Und noch einen Schnitt nähe und trage ich gerade rauf und runter: Mein Fake Vogue 1027. Wenn die Länge übers Knie geht ist es bei der Hitze für mich das ideals Arbeitskleid. Im Urlaub hatte ich noch eine kurze Variante dabei, die ich sehr mag.

Für den kurzen Urlaub hatte ich etwas zu viele Kleider dabei. Tja, man kann nicht alles haben im Leben, gerne nähen und kleines Gepäck ist eine schwerige Kombination. Aber ich arbeite dran.

Das Schöne ist, dass ich in diesem Jahr noch einen Urlaub vor mir habe. Ich werde meine Tochter in Indien besuchen, und da dort die Kleiderordnung eine ganz andere ist als in Italien, werde ich wohl noch einen Urlaubsgarderobe zusammennähen müssen. Sowas aber auch.

Aber Urlaubsgarderobe nähen, ist eine der schönsten Urlaubsvorbereitungen, deshalb  freue ich mich sehr darauf.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen MeMadeMittwoch. Ich sehe gerade der heutige MMM wird präsentiert von Küstensocke und der fechen Lola, das für ein Fest.

Mein erstes Kleid aus meinem Grundschnitt

Heute gehts beim MeMadeMittwoch um die Urlaubsgarderobe. Es ist zwar nicht mehr ganz so lange bis zu meinem Urlaub, aber das Leben läßt mich gerade noch nicht an die passende Garderobe denken. Aber Dank des Mottos habe ich heute schonmal angefangen, potentielle Schnitte auszusuchen.

Stattdessen zeige ich euch heute das Ergebniss eines lange gehegten Wunsches.

Im Laufe des letzten Jahres habe ich bei Sebastian Hoofs ein Schnittkonstruktionsseminar gemacht. Das hat großen Spaß gemacht, weil Sebstian sein Wissen auf sehr wertschätzende und anschauliche Art weitergibt, mit so viel Humor und Geduld wie es nur geht. Und das Ergebnis ist ein Schnitt, der aus Webware genäht auch für mich Bewegungsfreiheit und Bequemlichkeit bietet und zudem noch super sitzt. Perfektes Ergebnis.

Ich gehöre zu den Frauen, die nicht jeden Schnitt in Ihrer Größe einfach nachnähen können und er sitzt. Gerade im Rücken- und Schulterbereich habe ich immer große Probleme mit der Beweglichkeit, oder auch einen hohen Anspruch, dass ich mich in meinen Klamotten bewegen können und wohlfühlen muss.

 

Heute zeige ich euch das erste Kleid, das ich – nach einem Probekleid – aus meinem Grundschnitt genäht habe. Der Stoff ist ein traumhafter Viscose vom Stoffmarkt in Maastricht. Es gibt dort einen Stand mit Designerstoffen, dort habe ich mir mal was gegönnt. Print und Qualität waren einfach überzeugend.

Die Abnäher habe ich etwas großzügiger gestaltet, so dass das Kleid etwas lockerer fällt. So habe ich das perfekte Kleid für meinen heutigen Ehrentag.

Noch nicht urlaubstauglich, aber auf jeden Fall sommertauglich reihe ich mich damit bei dem Damen des MMM ein. Und freue mich im Laufe des Tages auf Urlaubsgarderobeninspiration.

Habt einen tollen Tag.

Fakewickelknotenkleid

Auf der Suche nach einem neuen Schnitt bin ich mal strategisch vorgegangen. Statt einfach einen schönen neuen Schnitt aus der Knip zu nähen, einen mit Raffung an der Seite, den ich in einigen Varianten schon ausprobiert und immer wieder verworfen habe, habe ich mal überlegt, welche Schnitte ich gerade am liebsten trage: Knotenkleider! Und so bin ich in allen alten Knip Helften mal auf die Suche gegangen nach einem Knotenkleid.

Fündig wurde ich in der Knip 11/17 Schnitt Nr 1 mit  etwas weiterem Rock vom Schnitt Nr 2

Hier findet ihr beide Schnitte vereint. Ich hab den Kragen weggelassen und dafür am Ausschnitt ein Bündchen eingesetzt.

Das Kleid hat einen Wickeloptik, bei mir auch sehr beliebt – und der Knoten wird mit dem rechten Wickelrockteil hergestellt.

Das erste Kleid nach dem Schnitt überzeugte mich, jedoch war das linke Rockteil viel zu schmal und der Rock klafft beim Sitzen immer auf.

Deshalb habe ich beim zweiten Kleid nach dem Schnitt, dass ich heute zeige, das vordere Rockteil geschlossen, also identisch mit dem hinteren genäht und zusätzlich noch das linke Wickelrockteil drüber gelegt. Ist das verständlich?

So ist das Kleid ein Fakwickelknotenkleid geworden. Und ich habe zwei Lieblingskleiderschnitte in einem verbunden: maximale Ausbeute.

So gefällt mir das Kleid. Ich kann mich darin bewegen, Fahrradfahren und auch bequem sitzen, das ist ja enorm wichtig.

Der Stoff ist malwieder aus Maasstricht. In Holland gibts einfach die größte Auswahl an Viscosejerseys.

Und  jetzt verlinke ich mit meiner liebsten Monatsaktion: dem monatlichen MeMadeMittwoch, den Wiebke heute moderiert, in einem sehr coolen Schluppenkleid.

MeMadeMay Teil zwei

Jetzt ist der Mai auch schon vorbei. Und bevor der Juni uns schon einholt, gibt es hier noch schnell den zweiten Teil den MeMadeMay.

Tag 16 Ameliedress von Pattydoo kombiniert mit einer sehr langen McCalls 6996

Tag 17 in Flint Pants, Frankie Shirt von Tilly and the Buttons und meine Blackwood Cardigan.

Tag 18 Norma aus IK** Stoff  (Die Stoffe vom Möbelschweden eigenen sich super für  Röcke), ein Wasserfallshirt aus dem Buch „1000 tolle Shirts“ von Sebastian Hoofs und eine meiner 5000 Cardis nach dem Schnitt McCalls 6996

Tag 19 war ich wandern mit einem selbstgenähten Funktionsshirt auch nach einem Schnitt aus dem Buch  „1000 tolle Shirts“ von Sebastian Hoofs. Der T-Shirt Schnitt saß spontan so gut, dass ich in Serie gegangen bin.

Tag 20 wieder wandern im Funktionsshirt aus dem Schnitt Frankie von Tilly

Foto wird nachgeliefert

Tag 21 wanderte ich im Funktionsshirt aus dem Schnitt Frau Josi von Schnittreif

Tag 22 im Knotenkleid

Tag 23 meine Schnittmustemix aus Ajaccio und Vogue 8379

Tag 24 im  Kleid  No1 aus der Knip 11/17

Tag 25 im Jonidress von Tilly and the Buttons aus dem Buch Strech. Der Schnitt hat Klasse und schreit nach Wiederholung

Am Tag 26 habe ich mich mit  Frau Frauenoberbeleidung am Rhein getroffen, wir hatten einen wunderschönen Nachmittag und ich hatte ein Inariteedress an

Tag 27 wieder Joni

 

Tag 28 einen Modfizierung von Vogue 1027

Tag 29 wieder ein Inari teee dress. Ein perfektes Kleid für diese Hitze.

Tag 30  im Knotenkleid: Sehr lange hatte ich diesen Stoff hier liegen. Als ich dann endlich auf die Idee kam ihn quer zu verarbeiten, habe ich schnell einen Schnitt gefunden.

Tag 31 wieder ein abgewandeltes Vogue 1027.

Tschüß, es war wieder ein tolles Happening mit vielen Ideen und sehr netten Menschen. Der MeMadeMay ist wirklich eine ganz besondere Aktion in der Welt der Näherinnen.

Joni Dress

Am Freitag habe ich mein drittes Joni Dess aus dem Buch Stretch von Tilly and the Buttons genäht.

Der Schnitt ist so schön, der Knoten, der oberhalb der Brust sitzen soll (und es nicht immer macht- aber egal) ein sehr schönes Detail.

Einzig die Ausschnittversäuberung mit Hilfe eines Belegs gefiel mir nicht. Zweimal habe ich sie ausprobiert, ich finde sie zu dick und knubbelig. Ausserdem wellt sich der Ausschnitt ein wenig, weil meine Nähmaschien zwar super ist aber keine Zwillingnadeln mag.

Deshalb hab ich Frau Machwerks Lösung mal ausprobiert und das Oberteil gedoppelt. Ging bei mir gar nicht, war noch knubbeliger. Da habe ich bestimmt was falsch gemacht oder anders als Frau Machwerk.

Also habe ich überlegt, wie ich normalerweise Auschnitte an Jerseykleider versäubere: entweder mit einem schmalen Bündchen, was aber bei dem Kleid nicht funktioniert, oder mit einem dreifach Zickzack. Den habe ich bei dem Kleid ausprobiert. Bevor ich Vorder- und Rückeinteil zusammengenäht habe, wurde der  Auschnitt  zwei cm  nach innen umgebügelt und mit einem dreifach Zickzack befestigt. Dann das Oberteil gedreht, so entsteht der Knoten, und die Oberteile zusammengenäht. Falls dann am Knoten noch etwas klaffte, kann man  es mit einem kleinen Handstich zusammentackern.

Diese Auschnittlösung gefällt mir, sie dehnt sich schön aber nicht zu viel und knubbelt so gar nicht.

Und weil ich es heute trage, am  Tag 27 vom MeMadeMay, zeige ich es auch direkt hier und auf Instagram.

Ich wünsche allen einen schönen Sonntag.

MMMay18 Teil eins

Zu schnell vergeht der Mai, eine wöchentliche Zusammenfassung des MMMMay18 habe ich glatt verpasst. Gestern war Halbzeit, deshalb gibt es jetzt hier den MMMay18 Teil eins

Tag 1Patternhack aus Ajaacio und Vogue8379

zusätzlich noch mit einer meiner Esme Cardigan

Tag 2 Waxprintrock, Frankie Shirt von Tilly and the Buttons und meine Blackwood Cardigan

Tag 3 Vogue 8379 als Fakewickelkleid, weil an den Seiten zusammengenäht und die andere Blackwood Cardigan

Tag 4 ein altes Tiramisu Kleid

Tag 5 Ajaccio von der Schnittquelle

Tag 6 Inari Tee Dress aus Jersey

Tag 7 Anna Dress

Tag 8 ein neues Amelie Kleid von Pattydoo aus tollem Stoff vom roten Faden


Tag 9 ein altes und sehr gerne getragenes Vogue1027

Tag 10 Joni von Tilly and the Buttons, ein sehr schöner Schnitt, den werde ich noch häufiger nähen

Tag 11 verbrachte ich mit Luzie auf dem Markt in Maastricht. Ich trug eine Flint Pant und ein Shirt aus Sebastian Hoofs Buch 1000 tolle Shirts. Der Shirtschnitt hat mich sofort überzeugt und ich bin in Serie gegangen.

Tag 12 Amelie von Pattydoo noch aus dem letzten Sommer und immer dabei meine  neue Tasche Anna von Machwerk

Tag 13 Ginger Jeans und Wasserfallshirt aus dem Buch von Sebastian neben Rothko

Tag 14 Ginger Jeans und ein weiteres Shirt aus Sebastians Buch

Tag 15 ein altes Knotenkleid aus einer „Meine Nähmode“. Diese Knotenkleider trage ich sehr gerne zuhause.

Ich habe viel aus dem letzten Jahren getragen, einzig die Hosen (nach bewährtem Schnitt), ein Ameliekleid, die Shirts und ein Kleiderschnitte ist neu (Jona). Manchmal finde ich meinen Kleiderschrank von den Schnitten her eintönig, weil ich auch viele Schnitte mehrmals nähe. Aber ich kann es auch so beschreiben: Ich hab meinen momentanen Stil gefunden, weiss welche Schnitte oder Silhouetten ich gerne trage und bleibe auch gerne dabei. Für den Sommer liegen hier noch ein paar neue Schnitte, mal sehen vielleicht komme ich ja nächste Woche mal zum vermehrtem Nähen, weil ich ein paar Tage frei habe.

Auf jeden Fall freue ich mich täglich auf die Fülle von Fotos aus aller Welt mit selbstgenähten Kleidungsstücken. Der MeMadeMay ist wie immer eine sehr schöne Aktion.