Marni Ponte Jacke aus Romanit

Romanit finde ich ja für Kleider oft etwas zu dick, und mir wird darin immer viel zu warm,  aber zum Jacken nähen finde ich das Material super. Besonders wenn ich eine Jacke zum ersten Mal nähe, nehme ich lieber Romanit als Strickstoff, der schonmal zieht und fusselt und wellt und…

Romanit dagegen lässt sich mit der Nähmaschine und der Overlock gut vernähen, zieht und knubbelt nicht, hat kein Eigenleben und es gibt ihn in vielen schönen Farben. Und wenn man das Ergebiss ab und an bügelt sieht es auch super aus. (Hätte ich mal besser vor dem Fotografieren)

Als ich eine Probejacke aus dem Marni Ponte Schnitt von Stlye Arc nähte, nahm ich dazu auch  diesen kaminroten Romanit, denn mit Stoffe.de freundlicherweise zur Verfügung stellte. Bei Mema finted ihr eine ausführliche Schnittmusterbeschreibung zu der Jacke.

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Im Januar habe ich die Jacke schon angefangen. Da ich überzeugt war von dem Schnitt, bevor die Jacke ganz fertig war, habe ich die Wollvariante schnell hinterher genäht und das Probemodell blieb unvollendet an meine Puppe hängen. Es lag vielleicht etwas an der Farbe. Im Winter fand ich sie etwas grell, obwohl das Rot dunkler ist als auf den Bildern.

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Jetzt, da der Frühling kommt, finde ich das Rot sehr passend. Also habe ich die rote Marni Ponte schnell zu Ende genäht. Anpassungen waren keine nötig die style arc Schnitte passen mir wirklich gut.  Diese Jacke ist eine Mischung zwischen bequemer Cardigan und unbequemen Blazer also ein bequemer Alltagsblazer würde ich sagen. Bei beiden Jacken nach diesem Schnitt habe ich auf Knopf und Topstitch verzichtet.

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Den Ärmelaufschlag mag ich besonders. Wenn er hochgeklappt ist, sind die Ärmele 3/4 lang. Leider waren mir das oft zu kurz in der kälteren Jahreszeit und auch etwas zu kalt. Aber das müßte sich ja bald erübrigt haben, das mit der Kälte, hoffen wir mal.

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MMM-Moderation in Anna und Marni Ponte

Heute finde ihr mich mal wieder als Moderatorin auf dem MMM Blog.

Seit Wochen überlege ich schon, was ich euch heute vorstellen soll:

  • einen neuen Schnitt, der mich überzeugt hat,
  • einen älteren Schnitt, den ich gerne immer wieder nähe,
  • was Buntes, das ja schon mein Markenzeichen zu sein scheint,
  • oder lieber doch was Einfarbiges, damit man nicht so auffällt.

Sogar das MMM-Team hab ich mit der Frage genervt und sehr nette Antworten bekommen … und weiter überlegt.

Entschieden habe ich mich für alles zusammen. Kann auch ne Lösung sein,wenn man sich nicht entscheiden kann.

Ich zeige euch meine Anna aus Waxprint den ich beim Bloggertreffen in Köln zusammen mit vielen netten Damen hier gekauft habe. Anna von By Hand London ist einer meiner liebsten Schnitte: schnell angepasst mit raffinierten Brustabnähern. Der Schnitt ist eigentlich simpel und sieht mit jedem Stoff doch anders aus. Bei der AnNÄHerung hab ich das Kleid genäht. Im Laufe des Wochenendes waren bestimmt 5 verschiedene Kleider mit diesem Schnitt an Frauen zu sehen.

Der Schnitt macht sich zu Recht breit in der Nähnerdwelt. Waxprint vernähe ich mittlerweile sehr gerne. Wenn man etwas sucht, findet man auch kleinmustrige Prints, die ganzjährig tragbar sind. Wichtig bei Waxprint finde ich, dass sie mehrmals gewaschen und viel getragen werden, dann wird der Baumwollstoff weicher. Zudem passen zu dem Stoff gut Schnitte mit wenigen Teilungsnähten, so wird das Muster nicht gestört und man stückelt nicht unschön herum. Aus diesem Grund habe ich den Rock nicht aus  sechs sondern zwei Teilen genäht,  auch wenn das bei diesem Muster nicht unbedingt nötig gewesen wäre. Die Abnäher im Rücken konnte ich wieder auftrennen, weil das Kleid seltsam aussah damit und trotz angepasstem Schnitt zu klein war. Normalerweise näh ich Anna immer mit allen vorgegebenen Abnähern, tja diesmal nicht.

Der Ausschnitt ist irgendwo zwischen V und U-Boot. Der vom Schnittmuster vorgesehen  V-Aussschnitt ist mir doch etwas zu groß, deshalb verkleinere ich ihn gerne. Das Kleid hat Innen Belege und ist nicht gefüttert. Ich trage es mit Unterkleid.

Und das „neue“ Schnittmuster also meine neue Entdeckung habe ich bei Mema entdeckt. Die Marni Ponte Jacke von Style Arc. Die Jacke liegt irgendwo zwischen Cardigan und bequemen Blazer, passt zu Kleidern und Hosen. Die Jacke wird mit Prinzessnähten vorne und Abnähern hinten auf Form gebracht. Das Schößchen gibt noch Form dazu. Schößchen sind ja bei Oberteilen nicht so meins, aber dieser Schnitt hat mich echt überzeugt. Geändert hab ich nichts, er passt super.

Die Ärmelaufschläge finde ich ein schönes Detail.

Wenn ich die Jacke eine Weile getragen habe, werde ich entscheiden, ob ich vorne noch einen Druckknopf  anbringe, um sie zu schließen. Im Moment scheint es mir noch nicht nötig. Genäht habe ich sie aus schönem Strickstoff von Tandem. Einfach mit der Overlock zusammengenäht. Auf Verstärkung mit Vlieseline habe ich bei den Belegen verzichtet, dadurch fällt sie weicher, das mag ich persönlich mehr.

Und was gibt’s bei euch heute, etwas Neues, etwas Altes, was Bewährtes, etwas Buntes oder etwas Unifarbens. Ich bin mir sicher, in unserer Mittwochssammlung werden wir von jedem etwas finden.