MMM aus Südengland und ein Besuch bei Merchant&Mills

Heute es wieder MeMadeMittwoch (Nina lockt mit ihrer rote Hose den Frühling hervor, sehr schön ) und ich geselle mich aus meine Englandurlaub gerne mit dazu. Wir machen hier Urlaub ohne Kinder. Eine neue Ära bricht an, yeah. Das heißt: wandern, bummeln, lesen, sich schöne Dinge anschauen, viele Cafés besuchen und ab und zu einen schönen Stoffladen aufsuchen. Gestern habe wir einen grossen öffentlichen Garten besucht, dort sind auch die Bilder entstanden.

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Für den Urlaub habe ich ohne groß zu überlegen, nur bewährte Lieblingssachen eingepackt. Ich trage Gingerjeans, eins meiner unzähligen Renfrew Tops und eine meiner Lieblingsjacken: die blaue Nina-Jacke. (Weil der Beitrag auf dem Handy geschrieben wurde verzichtet ich auf Verlinkung).

Nachdem wir noch ne Runde gewandert sind, haben wir einen Abstecher gemacht nach Rye zu Merchant and Mills. Ich war völlig überfordert von den tollen Stoffen, Schnitten und auch dem Zubehör, die dieser Laden zu bieten hat. Glücklicherweise hatte ich sehr geduldige Begleitung dabei und die sehr nette Bedienung im Laden ließen mir auch alle Zeit der Welt und beantwortete geduldig meine Fragen. Haptisch hat dieser Laden wirklich Einiges zu bieten, die Stoffe dort haben eine tolle Qualität und ich konnte gar nicht aufhören sie zu streicheln.

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Letztendlich habe ich mich für folgende Stoffe entschieden: japanischen Seesucker, Indigo Stoff und gewachste Baumwolle in tollen Farben. (Das passend Foto will gerade nicht laden). Ich werde also ein paar schöne Erinnerungsstöffchen mitbringen für Oberteile und Taschen. Und viele Inspirationen sowieso.

Jetzt wird aber erstmal weitergewandert. Ich wünsche euch einen tolle Mittwoch.

Ginger und Renfrew: ein Traumpaar

Heute ist der erste Mittwoch im Monat und das ist ab sofort der MeMadeMittwoch.

Heute zeige ich euch mein drittes und letztes Teil, das ich auf der AnNäherung in Bielfeld genäht habe.

Eine Ginger Jeans, (Variante A) nichts Besonderes,  ich weiss, aber für mich trotzdem eine ganz besondere Ginger. Sie ist meine Ginger Nummer vier. Nicht mitgerechnet zwei, die ich entsorgt habe, weil sich die Innennaht der Beine nach vorne drehte, sehr unschön. Es lag daran dass ich die Markierungen malwieder lässig übersehen und nicht übertragen habe. Dachte bei Hosenbeiden wäre das überflüssig. Da musste ich mich eines Besseren belehren lassen. Tja, man lernt nie aus. Und – auch wenn die Erklärungen klasse sind und es ja eigenlich soo einfach ist – habe ich jetzt endlich geschnallt, wie der Reißverschluss eingenäht wird.

Ab jetzt dürfte ich Jeans nähen können ohne dass Luzie neben mir sitzt. Obwohl das immer sehr nett ist, aber auch nicht immer möglich.

 

Und zur Feier des Tages habe ich die Taschen mit einer Ziernaht versehen. Die Taschen liebe ich sehr. Meine Rückenansicht leider immer noch nicht. Wie jedes Mal habe ich Fotos von meiner Rückseite gemacht und sie dann gelöscht. Deshalb hier ein Bild der Tasche im ungetragenen Zustand.

Der Stoff ist vom Stoffschrottplatz in Münster.

Auch in diesem Wintergenäht und schon sehr oft getragen ist das Shirt dazu: Renfrew-Top Nummer 326 oder so. Und mein 325stes mit dem heißgeliebten Wasserfallkragen. Der Stoff ist vom Maybachufer, ein etwas dickerer Jersey, zusammen mit Flohstiche erstanden. Der selbe liegt hier noch aus Grüntönen und wartet auf die Verarbeitung.

Und jetzt gehts zum Reigen der gutgekleideten sich selbst benähenden Mittwochsdamen angeführt heute von Dodo in einem wunderschönen Dodo-Rock.

Ich muss gestehen, die Fotos sind von Sonntag. Mittlerweile ist mein Garten weiss und nichtmehr grün. Aber im Winter sind Fotos draußen nur am Wochenende möglich.

Esme bekommt Konkurrenz von McCalls6996

Ginger Nr. 2 ist fertig. Diesmal Variante A: low waist und weite Beine. Auch diese Jeans sitzt ohne Änderungen super. Man könnte meinen, der Schnitt hat etwas mit Zauberei zu tun, so einfach wie diese Hose sitzt und passt, das grenzt schon an Wunder oder Zauberei eben.

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Nachdem ich beide Varianten genäht habe, weiß ich wie meine ideale Jeans aussehen müsste: high waist und weite Beine. Ihr seht, Ginger Nr. 3 ist schon in Planung.

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An neue Oberteile zur Jeans hab ich mich noch nicht rangemacht, eine halb fertige Knitterbluse liegt hier. Ansonsten trage ich gerade viele Shirts, die sich schon länger in meinem Schrank befinden. Heute ein Shirt das mal ein Kleid war nach dem Schnitt Boo von der Schnittbox. Der Wasserfall ist gemäßigt und die Passform gut. Ein Shirt das hier wirklich viel und gerne getragen wird.

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Dazu gibt’s meinen neu entdeckten Strickjackenschnitt. Nachdem ich einige Schnitte in letzter Zeit für Jacken ausprobiert und wieder verworfen habe, hat mich dieser Schnitt überzeugt. McCalls 6996 kann bei mir locker mit Esme konkurrieren. Es gibt den Schnitt in mehreren Varianten, mit Schalkragen und ohne, mit Schößchen im Rückenteil und ohne.

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Meine erste Jacke nach diesem Schnitt ist ohne Schößchen und ohne Schalkragen aus einem dünnen Strickstoff aus dem Fundus. Wenn ich bezahlbaren, schönen nicht kratzenden Strickstoff finde, schlage ich immer direkt zu. Der ist nämlich echt selten, finde ich.  Die  Seiten der Jacke könnte ich noch ein paar cm verschmalern, ansonsten sitzt die Jacke super. Der Schnitt hat Potential, dem bleibe ich in diesem Herbst sicher treu.

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Apropos treu, Meike, die den heutigen Mittwochstreff der Nähsüchtigen betreut, ist ihrem Kleid auch sehr treu, verständlich, wie ich finde.

Ich wünsche euch einen schönen Mittwoch.

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Gingersucht jetzt auch hier

Achtung, dieser Beitrag hat Suchtpotential. Beschwert euch später nicht, ich hätte euch nicht vorgewarnt.

In den letzten drei Jahren, seitdem ich alle meine Klamotten nähe, habe ich alleine noch Jeans von der Stange gekauft und auch selten getragen. Als letztes Jahr das Ginger-Fieber losging, ein Jeansschnitt von Closet Case, war ich erst skeptisch. Aber nachdem ich so viele verschiedene Frauen damit gesehen habe und alle begeistert waren, hab ich mir vorgenommen, diesen Schnitt im Herbst auch zu nähen.

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Und ich kann bestätigen, das Nähen macht großen Spaß und die Jeans ist saubequem. Als erstes habe ich Version B genäht, Taillenhoch mit engen Hosenbeinen, aus Strechjeans vom Stoffschrottplatz in Münster.

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Besonders vor dem TopStitching hatte ich großen Respekt, weil man da so sorgfältig arbeiten muss. Nicht gerade meine Lieblingsdiszipin. Aber genau das machte mir am meisten Spaß und war weniger schwer als ich dachte.

Ein Beweisfoto:

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Für’s Nähen hab ich mir Unterstützung von Luzie bei einem Nähkränzchen geholt. Sie ist Gingerexpertin und hatte super Tipps. Vielen Dank nochmal. Aber auch der sehr ausführliche Ginger Sew Along ist bei Fragen  super, falls man die zu dem sehr gut erklärten und bebilderten Schnittmuster noch hat.

Hier habe ich dazu das Kimoni Tee  und eine  meiner zahlreichen Nina Jacke an, bei einem Spaziergang am Wochenende.

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Ein paar Dinge finde ich noch nicht so passend für mich, die Beine sind mir eigentlich zu schmal, die Innennaht dreht sich etwas nach außen.  Deshalb liegt jetzt Variante A auf meinem Nähtisch. Mal sehen, ob die mir mehr zusagt oder eine Mischung aus beiden. Das Jeansnähen hat mich auf jeden Fall angefixt, ich werde weitere ausprobieren. Gut, dass ich mich in Münster gut eingedeckt habe mit Jeansstoffen.

Und wie jeden Mittwoch besuche ich die Nähnerd-Selbsthilfegruppe, in der es einige Stoff-, Näh- und Gingersüchtige zu finden gibt. Heute wird sie angeführt von Katharina, die ihre Nähsucht sogar in ihrem Blognamen verewigt hat.