Paletten-Sofa Anleitung Gastbeitrag

Der Hobbyschreiner und Fotograf im Haus hat gleich zwei Paletten Sofas gebaut und war so freundlich, das alles in einem Gastbeitrag zu dokumentieren.

Der Plan: Ein Sofa auf der Terrasse und eine Lounge im Garten. Dazu braucht man die dreikah, die die Kissen näht und viele Europaletten.

Ich zeige hier die einzelnen Schritte für das Sofa. Die Lounge funktioniert genauso, wird nur etwas anders zusammengepuzzlet. Für das Sofa braucht man fünf Paletten. In der Lounge sind zehn Paletten verbaut.

P1080325Die erste Palette wird auseinandergenommen. Das macht man mit Hammer und Brecheisen. Wir brauchen die Oberseite, daraus wird die Rückenlehne. Dazu sägen wir den „Deckel“ zwischen dem zweiten und dritten Brett durch – und zwar so, dass der Schnitt bündig am zweiten Brett verläuft. Aus dem Stück mit den zwei Brettern sägen wir zwei Stücke von ca. 33 cm. Die schrauben wir so an das Stück mit den drei Brettern, dass sie 18 cm unter dem dritten (ehemals mittleren) Brett herausragen.

P1080328 P1080329 P1080331Von den Klötzen in der Mitte der Palette müssen wir zwei von allen Brettern befreien. Sie werden auf das zweite Brett einer Palette geschraubt, so dass 22 cm zur Längeseite frei bleiben. Auf diese Palette legt man eine zweite und fixiert sie mit zwei Schrauben, damit sie später nicht verrutscht. Zwei weitere Paletten werden quer durchgesägt, bündig entlang der mittleren Klötze. Die größeren Teile werden als Armlehnen an die beiden gestapelten Paletten gestellt und verschraubt.

P1080332Jetzt muss nur noch die Rückenlehne schräg zwischen das erste und zweite Brett geschoben werden.

P1080333Die beiden aufgeschraubten Klötze geben der Rückenlehne Halt. Ich habe bei den Klötzen solche verwendet, die aus zusammengepressten Spänen bestehen. Die finden sich oft in den Paletten. Die echten Holzklötze habe ich für die sichtbaren Teile gelassen. Das war ein Fehler. Denn aus ihrer ursprünglichen Position befreit verlieren die gepressten Klötze schnell an Stabilität und halten dem Druck der Rückenlehne nicht mehr stand. Ich musste sie daher nach kurzer Zeit durch massive Kantholzstücke (finden sich in der Restekiste jeder unaufgeräumten Werkstatt) ersetzen.

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Aus den Restteilen der Paletten kann man noch Abdeckungen für die Armlehnen machen. Das sieht besser aus, ist bequemer und bringt auch gleich eine Abstellmöglichkeit für Kaffee und andere Getränke.

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Die Lounge besteht aus zwei Sofas nebeneinander. Zwei Paletten sind l-förmig daran gestapelt. Weil hier die Konstruktion für die Rückenlehne nicht funktioniert – die Bretter laufen ja in die falsche Richtung -, habe ich einen Palettendeckel hier senkrecht angeschraubt. Das letzte Stück vom L hat dann zwar keine Rückenlehnen, aber es sieht so besser aus.

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Die Oberflächen habe ich noch grob abgeschliffen und geölt.

Bonus-Track: Aus weiteren Resten lassen sich Deckel für Getränkekisten zimmern, die dann als Hocker oder Tischchen dienen. Mit etwas Puzzelei wird aus Paletten-Resten auch ein größeres Tischchen.

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PS: Muss ich erwähnen, dass der Zusammenbau von Sofa und Lounge an Ort und Stelle erfolgt? Mal eben auf Seite rücken lassen sich die Teile nämlich nicht.

Zwischenstand zum Film und Serien Sew Along

Heute treffen sich alle Cineasten zum Zwischenstand des Film und Serien Sew Alongs. Ich bin ja begeistert, wie oft wir in anderen Blogs erwähnt wurden und welche genialen Ideen bei diesem Sew Along entstehen. Hatte ich das schon geschrieben, egal. Es ist immer noch und immer wieder so.

Na, ward ihr fleißig oder habt ihr nur Fernsehen geschaut?

Meine Näh-Zeit war etwas begrenzt. Hatte völlg vergessen, dass ich während des Sew Alongs dreimal für eine Woche oder ein Wochenende unterwegs bin. So weit bin ich bisher:

Das Wrap Dress ist fast fertig. Saum und Gürtel fehlen noch. Und einen Kragen hab ich noch drangebastelt, der darf ja bei einem stilechten siebziger Jahre Wrap Dress nicht fehlen. Ach, das wird ein Lieblingsstück, ich weiss es jetzt schon.

IMG_2468Das zwanziger Jahre Kleid ist zugeschnitten und geoverlocked, immerhin.

IMG_2473Hier könnt ihr einen Blick auf das Probemodell werfen, das werde ich wohl eher nicht zuende nähen, der Stoff gefällt mir nicht so wirklich und er knittert schrecklich.

IMG_2470Und  bei Jess (New Girl) bin ich knapp bei der Hälfte der ersten Staffel. Viele  amüsante Stunde liegen noch vor mir. Das war auf jeden Fall für mich die Serieninspiration des Sew Alongs. In eure anderen Lieblingsserien hab ich aber auch noch nicht reingeschaut, ich weiß warum.

Hier die Chronik des Sew Allongs

Was bisher geschah:

  • Inspirationssammlung bei Karin
  • Schnitt und Stoffvorstellung bei Luzie

Was noch kommen wird:

  • In 2 Wochen am 26.4. 2015 gibt’s bei Luzie die (erste) Abschlusspräsentation.
  • Am  24.5.2015  dann hier bei mir  das Finale der Herzen. Ich hoffe doch sehr, ich hab den Frau Haas inspirierten Trench dann fertig.

Und jetzt zu euch:

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Tarte rustique – damit der Sommer kommt

Hallo,

hier meldet sich noch mal die Küche mit einem Gastbeitrag, weil es beim letzten Mal ja keinen Sonntagskuchen bei Monika gab. Kuchen kommt bei mir zur Zeit bevorzugt als Tarte auf den Tisch und wenn sich das mit ganz viel Obst kombinieren läßt, um so besser.

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Die rustikal Tarte stammt auch von Salzkorn aus Südfrankreich und bei dem Regenwetter heute brachte sie dann durchaus mediterranes Flair auf den sonntaglichen Kaffeetisch. Der Teig ist schon schön saftig, weil in den Mürbeteig noch Frischkäse kommt. Im Original von der Ziege. Den hatte ich nicht zur Hand und habe deshalb Ricotta genommen. Beim Obst kann man einfach nehmen, was der Garten oder Markt gerade hergibt. Bei mir waren es Kirsche, Erdbeeren, Pfirsische und Aprikosen. Der Teig kommt einfach auf’s Backblech, dann kommt ein wenig Marmelade drauf und gemahlene Mandeln. Der Rand wird dann einfach drübergeklappt. Das bringt dann das schöne rustikale Aussehen. Das komplette Rezept gibt es hier.

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Weitere Kuchenideen von heute gibt es hier.

Richard

Erdbeeren und Spargel passend gebettet

Weil mein Malemodel uns heute nicht nur einen wunderbaren Kuchen und eine Spargel-Tarte kredenzt hat, sondern auch noch wunderbare Fotos dazu gemacht hat, habe ich Ihn gebeten, einen Gastbeitrag auf meinem Blog zu schreiben.

Hallo,

ich bin das Model für die Männermoden hier im Blog. 😉

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Die passenden Zutaten für ein Maiwochenende, die ich beiläufig auf den Tisch stellte, haben mir aber die Einladung eingebracht, hier mit einem Gastbeitrag vertreten sein zu dürfen. Sonne war da. Wein war weiß, leicht und kühl. Und auf dem Markt gab es Erdbeeren und Spargel. Perfekt.

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Für beides musste nur eine passende Grundlage gefunden werden. Und beiden kommen diesmal aus Frankreich. Der Spargel wanderte in eine Tarte mit Schafskäse. Das Rezept dazu habe ich auf dem „new kitch on the blog“ gefunden.

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Erdbeeren auf Biskuitboden mit Dosenobst und Tortenguß geht ja mal gar nicht, aber die bretonische Sablé bettet die Beeren vorzüglich. Der Teig ist herrlich mürbe. Ich habe zwei Tartes gemacht eine kleine und eine mittlere. Die kleine war richtig knusprig, die mittlere locker und weich. Das Rezept habe ich bei salzkorn gefunden. Da wird man immer wieder fündig, wenn es ländlich-französisch zugehen soll.

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Viel Spaß beim nachkochen! Denn was im Mai ging, geht auch noch im Juni!

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Richard

Hier nun das Kuchenrezept für Monikates Sonntagskuchen:

250g Mehl
3 TL Backpulver
150g Zucker (davon 50g selbst gemachte Vaniliezucker)
200g weiche Butter
1 Prise Salz
4 Eigelb

Schlagsahne
Erdbeeren

Mehl und Backpulver mischen.
Eigelbe und Zucker schaumig schlagen bis eine feste Creme entsteht. Die sehr weiche Butter unterrühren bis wieder eine homogene Creme entstanden ist. Nun zügig das Mehl unterarbeiten. Die Masse zu einer Kugel formen in Klarsichtfolie packen und zu einer flachen Scheibe drücken. Über Nacht in den Kühlschrank legen. Am Sonntagmorgen den Teig auf 1-2 cm Dicke ausrollen. Rund ausstechen und mit den Ausstechformen auf ein Backblech setzen. Im vorgeheizten Ofen bei 170 °C 25 bis 30 Minuten backen. In den Formen auskühlen lassen. Mit gesüßter Sahne bestreichen und halbierte, ungesüßte Erdbeeren draufhäufen. Das sieht nur solange richtig schön aus, wie es nicht angeschnitten ist. Schmeckt aber zum Finger schlecken.