Heldinnentasche aus verschiedenen Stoffen

Als ich vor eineinhalb Jahren die ersten Schnitte von Craftel probenähen durfte, habe ich bei Stokx auch eine sehr schöne Tasche entdeckt. Deshalb hab ich mich sehr gefreut, als Meike diese Tasche mit dem schönen Namen Heldinnentasche vor einige Zeit auch als Schnitt herausgebracht hat. Netterweise hat Meike mir den Schnitt zur Verfügung gestellt und in den letzten Wochen bin ich endlich mal dazu gekommen sie zu nähen, nachdem ich im Netz schon viele verschiedene Exemplare entdeckt hatte.

Meine erste Heldinnentasche habe ich aus geerbtem Vorhangstoff genäht Der hat etwas Stand und wirkt beschichtet, ist also ideal für dieses Projekt.

Den Reissverschluss habe ich selbst aufgezogen. Dann kann man ein wenig mit den Zipperfarben spielen.

An den Seiten habe ich die Vorderasche probeweise 2cm zusammengenäht, damit die Tasche nicht so weit aufsteht. War bei den weiteren Taschen nicht nötig.

Die zweit Heldinnentasche nähte ich aus locker gewebtem und beschichteten Stoff aus Maastrich. Da der Stoff zwei verschiedenen Seiten hat, nutze ich das direkt für das Design und schnitt das innere obere Taschenteil auf links zu. Dabei entdeckte ich, dass die mittleren Naht nicht  unbedingt nötig ist und habe sie einfach weggelassen. Stattdessen den Stoff an der Nahtkante im Bruch zugeschnitten. Gerade bei Musterstoffen gefällt mir das besser.

Leider ist der Stoff sehr empfindlich. Die Tasche wird also nur zu besonderen Gelegenheiten ausgeführt.

Ja und weil ich gerade so im Flow war und die Tasche echt schnell zugeschnitten und genäht ist, durfte ein Exemplar aus Waxprint nicht fehlen in meiner Sammlung. Waxprint eigent sich auch super für den Schnitt. Die Tasche ist superleicht und hat trotzdem etwas Stand. Ausserdem ist der Stoff echt strapazierfähig…und soo schön.

Die Tasche ist sehr schön konstruiert und die einzelnen Nähschritte sehr gut erklärt. wenn man sich an die Anleitung Schritt für Schritt hält ist sie auch unkompliziert zu nähen. Kleiner Tipp, wenn man die letzte Naht auf der Rückseite falsch zusammen näht und nicht auftrennen kann sondern aufschneiden muss, passt der Schnitt immer noch zusammen. Hab ich für euch unfreiwilligerweise  getestet.

Die Heldinnentasche ist ein schönes Projekt für einen Abend und ich hab beschlossen, die ein oder andere davon zu verschenken, denn jede Frau ist eine Heldin, das sollte man mit der Tasche unterstützen.

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12xMeMade Februar

Chrissy lädt ein die Februar Ergebnisse von der 12xMeMade Aktion vorzustellen. Also zusammengefasst kann ich sagen, das war nicht so mein Nähmonat.

Das Kleid Chica aus der La Maison Victor war ein Rheinfall. Es sitzt sehr sackig und die im Schnitt vorgesehenen Ärmel sind viel zu breit. Ausserdem ist mein Probestoff aus Jersey total ungeeignet.

Nach dem ersten Fail habe ich beschlossen, aus den anderen Stoffen ein Inari Tee Dress zu nähen. Numm eins hat total gekratzt, scheint mein Winterproblem zu sein. Es ist direkt in die Tonne gewandern und hat kein Bild bekommen. Nummer zwei aus Romanit von Hücko war ein Erfolg, immerhin. Das Kleid habe ich zu einem besonderen Anlass genäht und es bekam heute seine Tragebilder beim MeMadeMittwoch.

Dann hab ich noch das Linden-Sweatshirt ausprobiert. Ein schöner Schnitt, jedoch ist mir der Ausschnitt etwas zu weit.

Mein Exemplar mit breiterem Halsbündchen gefallen mir nur so halbwegs.

Bei dem Shirt habe ich den Schnitt nach oben hin verlängern, um den Aussschnitt zu verkleinern. So gefällt es mir besser.

Als Kurzarm-Shirt mag ich den Schnitt auch, deshalb wird es im Sommer evtl. noch mehr davon geben.

Vielen Dank an Chrissy für diese schöne Aktion.

Leider musste ich feststellen, dass es mich eher stresst, wenn ich meine Projektideen für den Monat vorstelle. Ich hab dann auch den Anspruch,  wenigstens etwas davon in die Tat umzusetzten und die Ergebnisse präsentieren zu müssen. Aber vielleicht war es nähtechnisch auch nur ein blöder Monat. Der Frühling kommt und dann wird’s besser bestimmt.

Prüfungskleid

Heute gehts wieder zum monatlichen MeMadeMittwochtreff. Katharina unsere Knip Königin moderiert in einem tollen Kleid.

In den letzten zwei Jahren habe ich noch eine größere Fortbildung gemacht und letzte Woche hatte ich zum Abschluss der Ausbildung noch eine Präsentation meiner im Januar abgegebenen Arbeit. Zu diesem Anlass habe ich mir natürlich (kurzentschlossen) noch ein Kleid genäht.

Toller Romanit von Hücko, gejagt in sehr netter Gesellschaft,  lag hier seit November und wartete auf den passenden Schnitt. Eigentlich hatte ich vor eine Chica aus der La Maison Victor daraus zu nähen. Aber mein Probekleid überzeugt mich so gar nicht. Also griff ich zu einem sehr bewährten Schnitt, der ähnlich ausssieht aber wesentlich raffinierter geschnitten ist, weil die Nahtlinien von Vorder- und Rückteil nicht einfach gerade an der Seite zusammenlaufen, sondern einen schönen Schwung nach vorne machen und dem Kleid damit eine besonderen Fall verleihen: Das Inari Tee Dress ist zurecht schon viele Male vernäht worden, auch von mir.

Das Kleid hat mir Glück gebracht, es ist alles gut gelaufen. Und meine Trainerin, die mit mir die Nähleidenschaft teilt, meinte zum Abschluss der Präsentation „Jetzt kannst du dir ein Supervisorinnenkleid nähen“.  Also los.

Ich wüsche euch einen schöne Mittwoch.

Warme Strickjacken – McCalls 6996

Bevor nun endlich der Frühling kommt, möchte ich noch kurz meine nicht immer tollen Erfahrungen im Strickjacken nähen mit euch teilen.

Vorletztes Jahr habe ich den Cardigan Schnitt McCalls 6996 entdeckt. Ein einfacher Schnitt, mit verschiedenen Abwandlungen – mit und ohne Schalkragen oder einem eingesetzten Schößchen im Rückenteil. Meine Lieblingsvariante ist A mit dem Rückenteil von B. Die Länge variiere ich nach Lust und Stoffmenge.

Um mir für diesen sau bitterkalten Winter ein paar wärmere Strickjacken nach diesem Schnitt zu nähen, ging ich auf die Suche nach dickeren Strickstoffen. In Maastricht und in Berlin auf dem Markt und bei Mark Aurel wurde ich fündig. Aber jetzt kommt das Aber. Zuhause musste ich feststellen, dass manche Stoffe schrecklich kratzten. Werden Strickstoffe kalt, kratzen sie weniger, deshalb machten sie auf dem bitterkalten Maybachufermarkt eine tolle Figur und zuhause zeigten sie ihr wahres Wesen.

In dieser Jacke halte ich es manchmal aus, wenn es richitg kalt ist und auch, weil ich sie so schön finde. Der Stoff ist eingetlich dunkler als auf dem Bild.

Alle anderen Strickstoffe habe ich einfach weiterverschenkt.

Dieser tolle Joopstrickstoff vom Markt in Maastricht stellte sich beim Nähen als  wahre Zicke heraus. Nur mit Not schaffte meine Overlock die Nähte, gab sogar mehrmals auf und brauchte Pausen, neue Einstellungen, netten Zuspruch. Aber es ging. Bei den Bündchen wurde es dann schwierig. Die Säume habe ich mit der Overkock versäubert und mit der Hand genäht. Aber der Stoff liegt so dick, dass er nicht schön fällt.  Ausserdem habe ich sie mehr gekürzet als beabsichtigt.  Da der Stoff aber wirklich toll ist, trage ich sie trotzdem.

Dieser locker gewebte Strick ist Boulce.

Ich habe ihn im Januar bei Marc Aurel gekauft. Zuschnitt und Nähen waren kein Problem, jedoch ist der Stoff so locker gewebt, dass sich die Nähte beim Tragen wieder auflösen. Er ist wohl nicht für diese Verarbetitung gedacht. Hätte ich mir denken können, aber ich probiere lieber aus. Schade um die schöne Jacke.

Ich werde weiterhin Cardigans nähen, weil es tolle Schnitte gibt, aber die Stoffjagt wird weiterhin schwierig und auch zufällig sein. Dünnere Strickstoffe sind leichter zu finden und zu verarbeiten. Gut, dass es jetzt wärmer wird.