Erinnerungsquilt

Mein große Tochter hat sich heute auf den Weg nach Indien gemacht, um dort ein Jahr als Freiwillige in einem sozialen Projekt zu arbeiten.

Und damit sie etwas hat, das sie an die Menschen und Erlebnisse zuhause erinnert, habe ich ihr einen Erinnerungsquilt genäht.  Die Idee kam mir, als ich diesen tollen Quilt aus Erinnerungspullis bei Frau Küstensocke gesehen habe.

Die darin verarbeiteten bunten Stoffe finde man alle in unserem Haushalt wieder:

Ihren ersten Bettbezug, den ich damals auch selbst genäht habe, unseren Adventskalender, Kissenbezüge, Karnevalskostüme, Taschen, Sofadecke, Hemd und Schlafanzughosen vom Papa, Kulturbeutel, Kissen und Mäppchen von der Schwester, eine alt Jeans, Kleider und Röcke von mir. Den weißen Leinenstoff habe ich von meiner Patentante geerbt.

 

Die Rückseite ist nach Wunsch des Kindes ein dunkelroter Baumwollstoff aus Maastricht. Beim Quilten habe ich mal ein paar Quiltstiche auf meiner Nähmaschine ausprobiert.

Die Decke ist ungefüttert. In Indien ist es warm und so kann man sie klein zusammenfalten und sie passte gut in den Rucksack.

Genäht habe ich einen Großsteil der Decke im November/Dezember, als das Kind ein Praktikum in Berlin machte. Lustiger und dankenswerterweise hat sie in der Zeit bei Flohstiche gewohnt, die mir auch bei der Planung des Quilts geholfen hat. Zudem durfte ich auch ein Wochenende bei ihr Gast sein und ihre unglaublich vielen schönen Quilts bewundern (und drunter schlafen). Und mit Frau Nahzugabe, die gerade ein Buch schreibt zum Thema, durfte ich an besagtem Wochenende auch noch etwas fachsimpeln. Mal wieder ein tolles Gemeinschanschaftsprojekt. Vielen Dank.

Und einen kleinen Gruß von mir habe ich auch noch versteckt, den hat sie noch nicht entdeckt 😉

Möge die Decke sie erinnern und beschützen.