Rock mit Fake-Knopfleiste

In diesem Winter habe ich wirklich gerne Röcke getragen. Ein Rock mit Knopfleiste vorne stand dabei noch auf meiner Wunschliste.


Auf der Suche nach einem geeigneten Schnitt fiel mir ein Rock von Tilly ein, der eine Fake Knopfleiste hatte, die ich erst bemerkte als sie mich darauf aufmerksam gemacht hat.
Also habe ich an meinen liebsten Rockschnitt – modifizierte – Norma eine Fake Knopfleiste drangebastelt: gerader Stoffstreifen genau auf die Mitte vom Vorderteil nähen, Topstiching, Knöpfe drauf fertig.


Innen mit Beleg aus Baumwollstoff und Wirkfutter. Dieses Futter mag ich mittlerweile für Röcke am aller liebsten, da es irgendwie besser sitzt als normales Futter bei mir.

Im Ausverkauf oder auf Tauschtisch habe ich es günstig erstanden. Die Farben sind dabei ja völlig egal, man sieht es eh nicht.

Das Schöne an dem Rock ist, dass er beim Sitzen vorne nicht aufklafft.

 

Und weil ich den roten nicht mehr ausziehen wollte, habe ich auch noch einen grünen auch aus Cord hinterher genäht.

Dieser hat wunderschönes Wirkfutter ( danke Claudia)

Und einen nahtverdeckten Reißverschluss.

Die Stoffe sind beide vom Fabrikverkauf in Münster.

Ich wünsche euch einen schönen Veilchendienstag.
Kölle Alaaf!

 

Der Rock Norma ist aus der Ottobre 5/2010

Das schwarze Shirt ist ein Renfrew Top mit Wasserfallkragen

Das gepunktete ein abgeschnittenes Boo Kleid mit Wasserfallkragen

Mein letztes Vortanzen

Heute  werde ich zum letzten Mal als Team-Mitglied den MeMadeMittwoch moderieren. Folgenden Beitrag findet ihr auf der MMM Seite.

Hallo ich bin Karin dreikah und dies ist meine letzte Moderation im Kreise des MMM-Teams.
Als ich vor zwei Jahren gefragt wurde, ob ich Teil der MMM-Teams werden möchte, habe ich ohne zu zögern ja gesagt und mich sehr gefreut. Es war mir eine große Ehre damals, hier auf dieser Plattform mitgestalten zu dürfen. 2 Jahre habe ich mich in diesem Team sehr wohl gefühlt, geplant, gelacht und viel geschrieben vor allem hinter den Kulissen.

Im Laufe des letzten Jahres habe ich durch berufliche Veränderunge gemerkt, dass meine Zeit für den MMM immer knapper wurde. Ich hatte zu Beginn nicht erwartet, dass Mitarbeit in der Crew so zeitaufwendig ist, auch war ich erstaun, dass der Preis für einen werbefreien Blog zeitlich so hoch ist. So hab ich beschlossen auszusteigen, denn wenn ich irgendwo mitmache, dann möchte ich auch verläßlich sein und Zeit dafür haben. Aber es fiel mir sehr schwer einen passenden Zeitpunkt für den Ausstieg zu finden. Vielleicht auch, weil mein Herz so an dieser Plattform hängt. Dass jetzt gleich drei Frauen aussteigen, unabhängig voneinader, hätte ich gerne anders gesehen, ich hatte es aber nicht in der Hand.

Dem MeMadeMittwoch werde ich natürlich treu bleiben und wünsche ihm weiterhin viele nette Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich über ihr gemeinsames Hobby Nähen austauschen möchten.
Wir werden uns auch weiterhin hier und auf meinem Blog lesen oder in Kommentaren. Oder wir sehen uns bei einer der mittlerweile sehr zahlreichen Nähveranstaltungen.

Wollt ihr noch etwas zum Kleid wissen? Das wichtigest hätte ich fast vergessen. 😉 Inspiriert von Mema habe ich mein zweites Pilvi Coat Dress von Named genäht. Eine Nummer größer ansonsten unverändert.

So kann ich es als Kleid aber vor allem als Jacken/ Mantelersatz über Kleider und Röcke tragen und das gefällt mir sehr. Den Schnitt mag ich, er ist jedoch als Kleid zu formlich für mein Leben.

Als Jackenersatz, wird es häufiger getragen und das sollte bei diesem schönen Schnitt auch so sein. Hier trage ich eins meiner vielen Inaris drunter. Der Schnitt ist auch von Named.

Der schwarze Stoff wurde eigens für das Pilvi gekauft, ein Romanit vom Maybachufer mit schöner Struktur.

Jetzt bin ich gespannt auf eure selbstgenähten Kleider. Es war mir ein großes Vergnügen an dieser Stelle vortanzen zu dürfen. Wir lesen uns.

 

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Silvia von Schnittchen als Pudel

Bei der AnNÄHerung in Bielefeld in diesem Jahr machte ich natürlich auch den obligatorischen Stoffeinkauf in Verl bei Marc Aurel. Diesmal gabs besonders viele schöne Strickstoffe. Weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass schöne und günstige Strickstoffe selten sind, gibt es bei mir die Regel „Kaufen!“ wenn ich welche sehe. Obwohl, so langsam habe ich den Einruck, gibt es immer mehr schöne Strickstoffe oder irre ich mich?

Zwei tolle Strickstoffe konnte ich für mich kaufen mit dem festen Vorsatz, sie direkt zu vernähen. Ein roter Wollstrick und ein schwarzer Fellstoff mit weissen Streifen.

Da ich beide dem selben Schnitt „opferte“ zeige ich sie heute zusammen.

Siliva von Schnittchen ist in diesem Jahr einer meiner liebsten Jackenschnitte neben McCalls 6996. Silvia ist „wuchtiger“ durch den Kragen und den Beleg, sie wirkt eher wie eine richtige Drüberziehjacke. Wie dick und wuchtig sie wirkt und auch wirklich ist, hängt jedoch vom Stoff ab. Ich nähe sie ohne Futter, ansonsten ohne Änderung.

Hier aus dem roten Wollstoff mit Taschen aus schwarzen Futter.

Beim Pudelstoff – danke Bele für den Namen – habe ich die Taschen weggelassen, weil ich etwas Sorge hatte, dass es zu sehr beulen. Diese Jacke ist dicker als die rote, dafür ist die rote wärmer und ich habe sie um ca 6 cm gekürzt.

Der Silvia Schnitt ist wirklich einfach zu nähen, die Beschreibung ist gut. Die Schultern sind überschnitten, so ist keine Anpassung nötig und trotzdem hängt sie nicht sackartig, das gefällt mir. Beide Jacken habe – noch- keine Knöpfe. Meine Cardis haben meist keinen Verschluss. Sollte er mir fehlen, würde ich auch diesen beiden einen Druckknopf spendieren.

Beide haben die perfekte Länge für Röcke und Hosen.

So jetzt habe ich aber wirklich genug Silvias, mittlerweile vier an der Zahl. Alle aus unterschiedlichen Stoffen und fast alle mit unterschiedlichen Längen. Ein sehr empfehlenswerter und wandelbarer Schnitt.

Von  beiden Stoffen hatte ich noch 1m Rest. Der rote rest wurde ein Rock, der Pudel eine Decke.

Noch mehr winterwarme Sachen gibt es wie jeden Mittwoch beim MeMadeMittwoch, den Dodo in einem wunderschönen Rock moderiert, mit passendem Jäckchen und ihrem wunderschönen Schmuck, um den ich sie immer sehr beneide.

Strickjackenwetter

Da mir das Wetter gerade viel zu kalt ist und Strickstoffe nur unnötig viel Platz wegnehmen, habe ich noch zwei Jacken genäht nach dem Schnitt von McCalls 6996. Frau Küstensocke hat letzten Mittwoch ein sehr schönes Modell vorgestellt und das ließ mich den Schnitt nochmal hervorholen. By the way: habt ihr schon von ihrer genialen Stoffdiät-Aktion  gelesen?) Hier findet ihr meine erste Jacke nach dem Schnitt, eine zweite habe ich nicht verbloggt.


Ich näh wirklich gerne mehrere Teile nach einem Schnitt. Denn beim Nähen fallen mir oft schon Varianten ein, die ich gerne direkt ausprobieren möchte oder sonst wieder vergessen würde. Kennt ihr das?
Dieser Cardigan ist auch wirklich sehr schnell genäht, deshalb ist es kein Hexenwerk zwei an einem Tag zu nähen.
Variante eins aus boucleartigem Strickstoff aus Münster (Stoffschrottplatz, keine Ahnung wie das richtig heißt) ist zusammen gesetzt aus  Vorderteil  A und Rückenteil C/D.Der zweite Cardigan ist aus dünnerem Strickstoff von Alfatex. Dieselbe Zusammenstellung wie die erste jedoch um 40 cm verlängert. Mal sehen wie ich mit der Länge zurecht komme. Abschneiden kann ich sie ja immer noch.

Beide Jacken sind mit der Overlock genäht, die Säume mit der normalen Nähmaschine abgesteppt. Knöpfe haben sie nicht. Meine Jacken werden eh meist offen getragen.
Jetzt habe ich vier Cardigans nach diesem Schnitt. Alle sind ständig in Gebrauch. Das reicht jetzt auch erst mal an McCalls. Obwohl hier liegt noch roter Strickstoff…

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.

Lieblingsstück 2016

Heute kann man beim MeMadeMittwoch das Lieblingsstück 2016 zeigen. Das ist für mich immer ein schöne Möglichkeit nochmal in das  letzte Jahr zu blicken.

Das meistgetragene Kleidungsstück war bei mir auf jeden Fall das Fake-Wicklekleid, dass ich in vielen Variationen genäht habe. Mein Entspannungskleid beim Nähen und Tragen.

Meine schönste Entdeckung im letzten Jahr waren jedoch die Waxprintstoffe, deren Qualität und Vielfallt mich schier überwältigt haben.

Ich war so begeistert, dass ich sogar einen Link Party zum Thema startet. Hier kam eine wunderschöne Mischung der Waxprint-Verarbeitungsmöglichkeiten zusammen.

Zahlreiche Annas habe ich aus dem Stoff genäht und sehr geliebt.Am liebsten jedoch habe ich die Waxprint Maxiröcke getragen. Nie hätte ich gedacht, dass ich so lange Röcke gerne tragen mag. Aber besonders beim Arbeiten habe ich diese Röcke sehr geliebt und den Sommer über angezogen.

Zum Herbst hin habe ich die Ginger genäht, die ich auch sehr gerne trage.

Und zum Winter hin wurden meine Stoffe immer dunkler und der Stil veränderte sich auch etwas. In den letzten Wochen des Jahres, tendierte ich zu schwarzen, sackartigen Kleidern. Die passen für mich einfach gut zum Winter, dem Wetter und der Stimmung dazu. Z.B. das InariTee Dress von Named Pattern.

Oder ganz frisch noch das Inari kombiniert mit dem Tavikki Sweater.

Aber ich freue mich schon sehr auf den Frühling und dann hab ich bestimmt auch wieder Lust auf mehr Muster und Farbe. Bis dahin verarbeite ich dann mein Waxprintreste zu einer Decke.

Und jetzt schmökere ich noch etwas bei euren Lieblingsteilen, bestimmt sind da viele Inspirationen für 2017 dabei.

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Eine Schnittmusterehe: Inari und Talvikki von Named Patterns

In den Weihnachstferien habe ich wieder etwas rumgetüftelt. Inspiriert vom Named Adventskalender, in dem ein Talvikki Dress vorgestellt wurde, baute ich zwei Schnitte zusammen: Den Talvikki Sweater und das Inari Dress, weil mir die zusammenlaufenden Teile ab Hüfte vom Inari so gut gefallen. Ich wollte das Sweatshirt nicht einfach verlänger. Dazu lege ich die beiden Schnitte zusammen, an den beiden Linien für den Brustpunkt übereinander. Nochmal extra gekennzeichnet mit einer roten Linie, kann man’s sehen?

Das Probekleid ist aus bunt-gestreifem Sweatshirtstoff genäht. Ich hatte gerade nicht anderes da. Durch die überaus raffinierten Abnäher entstand eine ganz neue Streifenführung. Das Probekleid hatte gewonnen und wurde direkt angezogen.

Angefixt von dem neuen Schnitt und der Tatsache, dass das Kleid sehr schnell genäht ist, es sind nur 4 Teile, habe ich  direkt eins aus grauem Romanit hinterhergenäht. Einzige Veränderung: das Kleid wurde gekürzt und die Seitenschlitze weggelassen. Auch das Kleid kommt ohne Reißverschluss aus. Das wichtigste ist dabei, dass der Halsausschnitt ohne Beleg auskommt, nur umgeklappt wird und mit einem elastischem Stich gesäumt wird. Das war das Schwierigste am ganzen Kleid, die Naht so hinzubekommen, dass sie dehnbar ist aber der Stoff sich nicht wellt. Leider ergibt es nur ein leicht unscharfes, geknittertes Kleid an der Puppe

Und dann fiel mir der wunderbare schwarze Viscoseromanit in die Hand, den – ich glaube – ich mal von Chrissy von einem Tauschtisch ergattert habe. Daraus nähte ich das Inari-Talvikki Nummer drei. Mit Seitenschlitze und schmaleren Ärmeln. Hier beim Neujahrspaziergang fotografiert.

Das Kleid ist saubequem und warm.

So schnell kann’s gehen. Das mit den Ehen, den Ideen und den neuen Kleidern. Ach was haben wir ein schönes Hobby.

Ich wünsch euch ein kreatives neues Jahr. Happy sewing!

 

 

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