Silvesterkleid Odette

Zum zweiten Memademittwoch zeige ich euch mein Silvesterkleid, dass ich auch im Alltag recht oft trage.

Silvester hatte ich plötzlich große Lust, mir noch ein Kleid für den Abend zu nähen. Obwohl wir nur zu dritt und sehr gemütlich zuhause gefeiert haben. Aber um sich ein neues Kleid zu nähen, gilt jeder Anlass, oder? Ausserdem ist das absoluter Nähluxus, sich morgens zu überlegen, was man abends anziehen möchte und sich diesen Wunsch mal eben zuzuschneidern, fabelhaft!
Der Schnitt von meinem Weihnachtskleid Odette von bluegingerdoll fand ich – und finde ich immer noch – ganz wunderbar, außerdem hatte ich noch den Ostereierstoff hier liegen.
So entstand fix dieses Kleid, dass ich seitdem immer wieder gerne anziehen.

IMG_1522Den Innenbeleg für den Ausschnitt hab ich weggelassen. Bei dem Weihnachtskleid geht das. Bei diesem Kleid klappt der Ausschnitt manchmal auf. Mal sehen vielleicht setze ich innen doch noch einen Beleg ein.

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Das andersfarbige Taillenband war eine Idee von Nastusha, Danke dafür. Im Stoff kombinieren bin ich nicht so gut. Ich denk ganz oft nicht an diese Möglichkeit, da ist also noch Luft nach oben.

IMG_1516Der Romanit hat bestimmt einen hohen Polyanteil. Ich finde ihn auf der Haut trotzdem recht angenehm. Unglaublich wie unterschiedlich doch Tragegefühl und Qualität eines Stoffes sein können. Und das hängt nicht immer von Preis oder Stoffzusammensetzung ab. Wie hautsympathisch und haltbar ein Stoff ist, zeigt sich bei mir oft erst in der Praxis beim Tragen und Waschen. Welche Erfahrung habt ihr da?

Und jetzt mus ich endlich auf die Suche nach einer roten Kette gehen, die zu meinen ganzen grauen Kleidern passt.

Aber vorher gehts zu Dodo beim heutigen MeMadeMittwoch.

Der Übersichtlichkeit halber werde ich versuchen wieder zum Ende des Beitrags Schnitt und Stoff anzugeben, dann muss die schnelle Leserin – zu denen ich ja auch oft gehöre – nicht lange suchen. Übersichtlichkeit ist für mich oft auch ein Argument, warum ich einem Blog gerne lese oder nicht.
Schnitt: Odette von bluegingerdoll
Stoff: Romanit von Markt in Nippes

Tasche Anna oder: Das Ergebnis eines netten Kneipenabends

Wenn ich früher nach einem schönen Abend in einer Kneipe mit einem beschrifteten Bierdeckel nach Hause kam, stand da im besten Fall die Telefonnummer von einem netten Kerl drauf.

Wenn ich heute nach einem netten Abend in einer Kneipe mit einem beschrifteten Bierdeckel nach Hause komme, stehen da viele Nähtipps drauf. Tja, so ändern sich die Zeiten.

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Der nette Typ hat ja auch schon seit 15 Jahren eine gemeinsame Telefonnummer mit mir. 😉

Schon länger hatte ich vor mal Taschen zu nähen, aber irgendwie fehlte der drive und ich hatte zu viele offene Fragen. Deshalb nutze ich einen Abend mit Monika , deren Taschen ich sehr mag, um all meine Fragen loszuwerden und bekam sehr wertvolle Tipps.
In den Weihnachtsferien hab ich dann zwei Taschen genäht
heute stelle ich euch Anna vor, nach dem Schnittmuster von machwerk.

IMG_1500Genäht aus Resten, dafür ist das Taschen nähen ja wunderbar geeignet. Deshalb ist sie auch etwas bunter als gewünscht.

IMG_1540Die Rückseite mit Reißverschlusstasche:

IMG_1506Innenansicht mit kleiner Reißverschluss-Tasche:

IMG_1537Die Tasche wird mit einem Reißverschluss verschlossen. Ich dachte immer genau dieser Part wäre wirklich schwierig, aber die Anleitungen von Machwerk sind genial und wenn man wirklich Schritt für Schritt einhält, ist es ganz einfach.

IMG_1536Mit Vlies 220 verstärkt und Volumenvlies für eine wirklich gute Stabilität.

Diese Taschenanfänger sehr hilfreiche Tipps kann ich gerne weitergeben:

  • Kauft euch ein gutes Schnittmuster, z.B. Machwerk oder elbmarie und verarbeitet eure erste Tasche genau nach Anleitung. Die Anleitung von machwerk ist sehr kleinschrittig und gut erklärt.
  • Verstärken mir Vlies streng nach Anleitung. Ist ’ne doofe Arbeit und man kommt nur langsam voran, dafür geht es später aber Ratz Fatz und die Tasche hat guten Halt.
  • Für den Gurt hab ich schmalen Autogurt von hier genommen. Mit halben Ring und Karabiner verbunden. So hab ich jetzt einen Gurt für all meine Taschen, wenn ich mag. Der Autogurt ist ganz glatt und rubbelt nicht wie alle anderen Gurte meine Jerseykleider auf, so dass unschöne Noppen entstehen. (Deshalb brauchte ich nämlich dringend ’ne neue Tasche)
  • Der Außenstoff ist etwas festerer Stoff vom Möbel-Schweden. Der ist ein wenig robuster und auch Wasser abweisender als dünner Baumwollstoff.

Ich wollte auf keinen Fall Klettverschluss verarbeiten, da ich mir damit immer meine Strumpfhosen zerreiße (echtes Luxusproblem, trotzdem lästig),
deshalb hab ich die Klappe angenäht und vorne zum Verschliessen einen Magnetknopf (Knopfabteilung Alfatex) drangenäht.

IMG_1534Obwohl es nur ein etwas buntes Probemodell ist, liebe ich diese Tasche sehr und nutze sie gerade täglich. Sie ist nicht sperrig beim Tragen und es passt trotzdem ’ne Menge rein, nennt frau sowas nicht Raumwunder?

Jetzt hab ich das Prinzip des Taschennähens verstanden und kann bei der nächsten Anna-Tasche mehr variieren.

Arya hab ich auch noch genäht, die zeig‘ ich in den nächsten Tagen.

Vielen Dank auch an dieser Stelle noch mal an Monika. Ohne sie hätte das mit dem Taschenähen bei mir noch ’ne Weile gedauert.

der erste MMM im Jahr – Lieblingskleider 2014

Heute gibt’s  beim erstem MMM im Jahr die Sammlung unserer Lieblingskleider aus dem  letzten Jahr. Das ist in jedem Jahr ein ganz besonderer Termin, den ich auf keinen Fall verpassen möchte.

Tja, 2014 stand bei mir ganz im Zeichen des Kleides. Vor allem Jerseykleider schafften es in meinem Alltag immer wieder aus dem Kleiderschrank und begleiteten mich wunderbar durch den Alltag:  Zuhause,  bei der Arbeit und bei allen möglichen anderen Aktivitäten in meinem Leben.

Sie sind zwar nicht immer so chic wie Kleider aus Webware, das ist in meinem Job glücklicherweise auch nicht so nötig. Für mich erfüllen sie aber alle Variabeln eines guten Kleidungsstücks: unkompliziert, bequem, warm, gut kombinierbar, ich fühl mich gut angezogen und wohl. Die farbige Stoffe bringen gute Laune in meine Leben, das mag ich.

Zwei Schnitte wurden von mir besonders gerne genäht und getragen im letzten Jahr:

Ajaccio und Tiramisu

Von beiden Schnitten gibt es mehrere Varianten in meinem Kleiderschrank (ich gehöre ja zu den Wiederholungstäterin) so ziemlich für alle Jahreszeiten.

Die Ajaccio-Auswahl:

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Die Tiramisu-Auswahl:

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www.dreikah.de

Auch eine Entdeckung in 2014 für mich waren die Unterkleider.

Sie machen das Tragen von Jerseykleider zum Einen wärmer und zum Anderen gesellschaftsfähiger, da man nicht jede Hautfalte sieht und das Rockteil nicht so die bestrumpften Beine hochklettert.

Ein Teil meiner Sammlung:

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Und zu den Kleidern trug ich am liebsten die Jacke Julia

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kombiniert mit Ajaccio

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kombiniert mit Jill (auch ein Lieblingskleid, aber eher selten getragen)

oder die Nina Cardigan:

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Beide Jacken gibt es unzählige Male (nicht alle veröffentlicht) in meinem Kleiderschrank in allen möglichen Farben. Jedoch immer unifarben, dann kann ich sie gut mit all meinen buntgemusterten Kleidern kombinieren. Die Sommervarianten sind meist aus  Jersey, die dickeren Jacken aus Romanit oder Strickstoff.

So und jetzt bin gespannt auf die Lieblingsteile der anderen heute beim MMM.

Irgendwie hatte ich diesen Termin in meinem Hirn eine Woche später verbucht (bin noch im Winderschlafmodus). Deshalb gibt’s nur ne kurze Zusammenfassung und kaum Verlinkungen zu den Beiträgen. Ihr findet die einzelen Beiträge zu den Kleidern und Jacken jedoch über das Suchfeld oder in der Tagcloud.