Quilt aus Waxprint

Ausgelöst von der Idee einen Decke aus meinen Wachsprint-Resten zu nähen, habe ich  mich in letzter Zeit viel mit dem Thema Patchwork und Quilt beschäftig.

Ein gutes Grundlagebuch zum Thema habe ich bei Luzie entdeckt. Hier ist alles  Wichtige zum Thema, auch für mich als Anfängerin, gut erklärt.

Diese Buch hat Bele mir geliehen und ich bin so begeistert, dass ich es mir bestellt habe.

Denn was mich begeistert hat ist, dass es mittlerweile viele moderne Quilts gibt, die mustermäßig nicht so unruhig und überladen sind. Die gefallen mir gerade besonders gut.

In Irland fand ich tolle Zeitschriften zum Thema und hab mir diese mitgebracht. Zur Zeitschrift gibt auch eine Homepage mit tollen Ideen http://www.lovepatchworkandquilting.com/

Und auf folgenden Blogs habe ich schöne Ideen für moderne Quilts gefunden.

Aber auch auf Instagram und bei Etsy wurde ich fündig. Ich ahne, das ist erst der Anfang eines neuen Universums.

Aber zurück zu meinem Quilt.

Waxprint-Quadrate sind zugeschnitten. Schwarze müssen noch nachgeschnitten werden.

Dieses Muster wird die Decke im Ergebniss haben

Ich habe mir vorgenommen die Kiste mit den Quadraten gut zugänglich auf meinem Nähtisch zu stellen, denn so kann ich auch nur mal eben für 20 Minuten losnähen. Es lohnt bei diesem Projekt auch in kleinen Schritten zu nähen.

Wie die Rückseite aussehen soll, weiss ich noch nicht. Von der Wärme und dem Kuschelgefühl mag ich Fleece ja am liebsten. Das ist aber eher untypisch bei Quilts, egal.

Auf jeden Fall habe ich durchs Stöbern noch viele Ideen für tolle Quilts bekommen. In diese Decke bin ich ganz verliebt.


Aber eine Decke nach der anderen, habe ich mir fest vorgenommen. Das mit dem Quilten soll ja Spaß machen und nicht stressen.

Und weil ich immer wieder Mails bekomme zu meinem Beitrag über den Waxprintladen in Köln, in letzer Zeit besoners viele, hab ich mich eben mal flott ins Auto gesetzt und geschaut ob es den Laden noch gibt. Ich war nämlich selbst auch schon länger nichtmehr dort, schaffe es zu den Öffnungszeiten gerade auch nicht und war nir nicht 100%tig sicher, ob es ihn noch gibt. Es gibt ihn noch!

Hier ein Foto von den Öffnungszeiten

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag.

Tuuli von Named – spät erkannt und groß gefeiert

Asche auf mein Haupt, statt Mütze.  Ich habe diese tolle Aktion vom MMM heute zum Weltfrauentag im Pussihad aufzutauchen total vergessen. Sonst hätte ich daran gedacht, mir beim letzten Stoffkauf pinkfarbenen Jersey zuzulegen. Bei  Crafteln gibt  es nämlich ne tolle Nähanleitung für diese Mütze.
Dafür habe ich zwei Kleider dabei heute,  wenigstens etwas.
Vom Schnittmuster-Hersteller Named war ich zu Beginn wenig begeistert, gebe ich zu. Die Modells waren so dünn, dass ich mir nicht vorstellen konnte, dass diese Schnitte auch an meiner Figur funktionierten. Im letzten Winter wurde ich eines Besseren belehrt und auch die Modells haben mittlerweile etwas zu essen bekommen und sind nichtmehr ganz so dünn, immerhin haben sie jetzt geschätzte Größe 36.
Mittlerweile habe ich einige Named-Schnitte ausprobiert, die ich sehr gerne trage: Inari, Helmi, Tavikki-Inari-Mix, und werde auch von weiteren Schnitten angenehm überrascht.  Ausser Helmi, das hat mich eher unangenehm überrascht. Aber darüber berichte ich ein anderes Mal.


Tuuli habe ich bei Monika gesehen und deshalb ausprobiert. Vorher ist es mir so gar nicht aufgefallen. Das ist typisch bei den Schnitten dieser Firma, sie gefallen mir oft erst auf den zweiten oder dritten Blick.

Faltenröcke sehen bei mir eigentlich immer seltsam aus. Die Hüfte wird dadurch noch breiter als eh schon, aber bei Tuuli ist nicht so. Der Rock, der eigentlich ein Rechteck ist, wird in 6 sehr breiten Falten gelegt und einfach an das einfach geschnittene recht eng anliegende Oberteil gesetzt.
Das Kleid ist sehr einfach zu nähen. Das Probekleid habe ich aus schwarz weißen Baumwoll-Poly-Jersey genäht und war wirklich sehr von Schnitt und Sitz angetan. Ich hab den Halsbeleg nach Anleitung genäht, das Oberteil nicht, wie Monika gedoppelt. Da der Halsbeleg am Rockteil festgenäht wird, durch eine lustige Verängerung, sitzt er ganz gut und klafft nur direkt  beim Anziehen etwas raus.


Weil ich so begeistert war und beim Zwillingsnähen knppe Nähzeit optimal nutzt,  habe ich mir noch flott ein weiteres Tuuli hinterher genäht. Leider habe ich dabei sehr mit den Falten gekämpft. Für das in Falten legen habe ich länger gebraucht als für den Rest und perfekt sind die Falten auch nicht geworden. Seltsam. Aber bei dem Muster sieht man das eh nicht.

Dieses Kleid ist aus leichterem Jersey leider mit hohem Poly-Anteil. Leichter Jersey macht bei diesen vielen Falten Sinn. Leider hatte ich keinen anderen Stoff zur Auswahl. Der Rock schluckt viele Zentimeter und so große Stücke  von 2,5m sind Ende des Winters selten in meinem Stoffschrank.

Tuuli ist auf jeden Fall empfehlenswert. Änderungen: beim zweiten habe ich das Oberteil um 1cm verlängert, beim ersten dem Ärmel etwas mehr Weite gegeben. Das wäre bei Nr. 2 auch sinnvoll gewesen.

Jetzt verlinke ich mich noch zum MeMadeMittwoch, bei dem neben vielen selbstgenähten Kleidungsstücken heute auch  einige Pussyhats zu sehen sind. Danke Nina für die tolle Aktion!
Ich wünsche euch eine tollen Weltfrauentag.

Zadie in doppelter Ausführung

In diesem Jahr konnte ich leider kein Karneval feiern. Aber ich hatte trotzdem ein paar Tage frei und habe mich mit Stoffkauf in Maastricht mit Luzie und ganz viel Nähzeit getröstet.

In Maastricht habe ich nicht nur wie immer tolle Jerseystoffe entdeckt,

sondern auch eine unglaubliche Auswahl an Karnevalsstoffe. Das ist echt ein Geheimtipp. Selbst in Köln gibt es nirgends so viele schöne Stoffe abseits von Pannesamt und Tüll. Da kaufe ich für’s nächste Jahr ganz bestimmt ein.

Am Wochenende habe ich dann so gar nicht das genäht, was ich eigentlich sollte (Mantel und Etuikleid), sondern ein paar neue Jerseykleidschnitte ausprobiert.

Zadie von Tilly and the Buttons hat den Anfang gemacht.

Und ich bin so begeistert von diesem schönen Schnitt, dass ich direkt zwei sehr unterschiedliche Varianten genäht habe, die ich euch heute zeigen möchte. Denn ich hatte auch endlich mal wieder Zeit und Licht zum Fotografieren.

Zadie Nummer eins ist aus sehr weichem Viscosejersey von Alfatex.

Zadie Nummer zwei aus buntem Viscosejersey von Markt in Maastricht und schwarzem Jersey aus dem Fundus.

Ich finde es unglaublich, wie unterschiedlich dieser Schnitt bei verschiedenen Stoffen wirkt. Solche Schnitte finde ich klasse. Eine Veränderung habe ich vorgenommen. Weil mir die Falten am Bauch auf ein paar Fotos im Netz nicht so gut gefielen und ich fürchtete am Bauch zu viel abstehenden Stoff zu haben, habe ich den Rockschnitt jeweils um 3cm im Bruch verkleinert (also 6cm pro Rockteil) und zwei der vier Falten weggelassen. So gefallen mir die Falten am Bauch.

Mit den Taschen habe ich etwas gekämpft. Habe aber die Anleitung nicht so genau beachtet. Im Nähflow näh ich schon mal einfach drauflos und bemerke erst später, das Lesen schon Sinn macht. Tilly erklärt den Schnitt sehr kleinschrittig. Jedoch näht sie das Kleid nicht mit der Overlock. Da finde ich es wesentlich einfacher die Nahtzugaben wie erklärt an den Taschenöffnungen auseinanderzuklappen. Aber meine Tendenz zu fröhlichem Huddeln hat mich mal wieder gerettet.

Und so bin ich heute direkt mit zwei Kleidern endlich wieder beim MeMadeMittwoch dabei. Heute ist Mema Gastbloggerin, sie ist einer meiner größten Tipps- und Inspirationsquellen. Besten Dank auch an dieser Stelle dafür.

Ich wünsche euch einen schönen Tag.

 

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Rock mit Fake-Knopfleiste

In diesem Winter habe ich wirklich gerne Röcke getragen. Ein Rock mit Knopfleiste vorne stand dabei noch auf meiner Wunschliste.


Auf der Suche nach einem geeigneten Schnitt fiel mir ein Rock von Tilly ein, der eine Fake Knopfleiste hatte, die ich erst bemerkte als sie mich darauf aufmerksam gemacht hat.
Also habe ich an meinen liebsten Rockschnitt – modifizierte – Norma eine Fake Knopfleiste drangebastelt: gerader Stoffstreifen genau auf die Mitte vom Vorderteil nähen, Topstiching, Knöpfe drauf fertig.


Innen mit Beleg aus Baumwollstoff und Wirkfutter. Dieses Futter mag ich mittlerweile für Röcke am aller liebsten, da es irgendwie besser sitzt als normales Futter bei mir.

Im Ausverkauf oder auf Tauschtisch habe ich es günstig erstanden. Die Farben sind dabei ja völlig egal, man sieht es eh nicht.

Das Schöne an dem Rock ist, dass er beim Sitzen vorne nicht aufklafft.

 

Und weil ich den roten nicht mehr ausziehen wollte, habe ich auch noch einen grünen auch aus Cord hinterher genäht.

Dieser hat wunderschönes Wirkfutter ( danke Claudia)

Und einen nahtverdeckten Reißverschluss.

Die Stoffe sind beide vom Fabrikverkauf in Münster.

Ich wünsche euch einen schönen Veilchendienstag.
Kölle Alaaf!

 

Der Rock Norma ist aus der Ottobre 5/2010

Das schwarze Shirt ist ein Renfrew Top mit Wasserfallkragen

Das gepunktete ein abgeschnittenes Boo Kleid mit Wasserfallkragen

Mein letztes Vortanzen

Heute  werde ich zum letzten Mal als Team-Mitglied den MeMadeMittwoch moderieren. Folgenden Beitrag findet ihr auf der MMM Seite.

Hallo ich bin Karin dreikah und dies ist meine letzte Moderation im Kreise des MMM-Teams.
Als ich vor zwei Jahren gefragt wurde, ob ich Teil der MMM-Teams werden möchte, habe ich ohne zu zögern ja gesagt und mich sehr gefreut. Es war mir eine große Ehre damals, hier auf dieser Plattform mitgestalten zu dürfen. 2 Jahre habe ich mich in diesem Team sehr wohl gefühlt, geplant, gelacht und viel geschrieben vor allem hinter den Kulissen.

Im Laufe des letzten Jahres habe ich durch berufliche Veränderunge gemerkt, dass meine Zeit für den MMM immer knapper wurde. Ich hatte zu Beginn nicht erwartet, dass Mitarbeit in der Crew so zeitaufwendig ist, auch war ich erstaun, dass der Preis für einen werbefreien Blog zeitlich so hoch ist. So hab ich beschlossen auszusteigen, denn wenn ich irgendwo mitmache, dann möchte ich auch verläßlich sein und Zeit dafür haben. Aber es fiel mir sehr schwer einen passenden Zeitpunkt für den Ausstieg zu finden. Vielleicht auch, weil mein Herz so an dieser Plattform hängt. Dass jetzt gleich drei Frauen aussteigen, unabhängig voneinader, hätte ich gerne anders gesehen, ich hatte es aber nicht in der Hand.

Dem MeMadeMittwoch werde ich natürlich treu bleiben und wünsche ihm weiterhin viele nette Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich über ihr gemeinsames Hobby Nähen austauschen möchten.
Wir werden uns auch weiterhin hier und auf meinem Blog lesen oder in Kommentaren. Oder wir sehen uns bei einer der mittlerweile sehr zahlreichen Nähveranstaltungen.

Wollt ihr noch etwas zum Kleid wissen? Das wichtigest hätte ich fast vergessen. 😉 Inspiriert von Mema habe ich mein zweites Pilvi Coat Dress von Named genäht. Eine Nummer größer ansonsten unverändert.

So kann ich es als Kleid aber vor allem als Jacken/ Mantelersatz über Kleider und Röcke tragen und das gefällt mir sehr. Den Schnitt mag ich, er ist jedoch als Kleid zu formlich für mein Leben.

Als Jackenersatz, wird es häufiger getragen und das sollte bei diesem schönen Schnitt auch so sein. Hier trage ich eins meiner vielen Inaris drunter. Der Schnitt ist auch von Named.

Der schwarze Stoff wurde eigens für das Pilvi gekauft, ein Romanit vom Maybachufer mit schöner Struktur.

Jetzt bin ich gespannt auf eure selbstgenähten Kleider. Es war mir ein großes Vergnügen an dieser Stelle vortanzen zu dürfen. Wir lesen uns.

 

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Silvia von Schnittchen als Pudel

Bei der AnNÄHerung in Bielefeld in diesem Jahr machte ich natürlich auch den obligatorischen Stoffeinkauf in Verl bei Marc Aurel. Diesmal gabs besonders viele schöne Strickstoffe. Weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass schöne und günstige Strickstoffe selten sind, gibt es bei mir die Regel „Kaufen!“ wenn ich welche sehe. Obwohl, so langsam habe ich den Einruck, gibt es immer mehr schöne Strickstoffe oder irre ich mich?

Zwei tolle Strickstoffe konnte ich für mich kaufen mit dem festen Vorsatz, sie direkt zu vernähen. Ein roter Wollstrick und ein schwarzer Fellstoff mit weissen Streifen.

Da ich beide dem selben Schnitt „opferte“ zeige ich sie heute zusammen.

Siliva von Schnittchen ist in diesem Jahr einer meiner liebsten Jackenschnitte neben McCalls 6996. Silvia ist „wuchtiger“ durch den Kragen und den Beleg, sie wirkt eher wie eine richtige Drüberziehjacke. Wie dick und wuchtig sie wirkt und auch wirklich ist, hängt jedoch vom Stoff ab. Ich nähe sie ohne Futter, ansonsten ohne Änderung.

Hier aus dem roten Wollstoff mit Taschen aus schwarzen Futter.

Beim Pudelstoff – danke Bele für den Namen – habe ich die Taschen weggelassen, weil ich etwas Sorge hatte, dass es zu sehr beulen. Diese Jacke ist dicker als die rote, dafür ist die rote wärmer und ich habe sie um ca 6 cm gekürzt.

Der Silvia Schnitt ist wirklich einfach zu nähen, die Beschreibung ist gut. Die Schultern sind überschnitten, so ist keine Anpassung nötig und trotzdem hängt sie nicht sackartig, das gefällt mir. Beide Jacken habe – noch- keine Knöpfe. Meine Cardis haben meist keinen Verschluss. Sollte er mir fehlen, würde ich auch diesen beiden einen Druckknopf spendieren.

Beide haben die perfekte Länge für Röcke und Hosen.

So jetzt habe ich aber wirklich genug Silvias, mittlerweile vier an der Zahl. Alle aus unterschiedlichen Stoffen und fast alle mit unterschiedlichen Längen. Ein sehr empfehlenswerter und wandelbarer Schnitt.

Von  beiden Stoffen hatte ich noch 1m Rest. Der rote rest wurde ein Rock, der Pudel eine Decke.

Noch mehr winterwarme Sachen gibt es wie jeden Mittwoch beim MeMadeMittwoch, den Dodo in einem wunderschönen Rock moderiert, mit passendem Jäckchen und ihrem wunderschönen Schmuck, um den ich sie immer sehr beneide.

Strickjackenwetter

Da mir das Wetter gerade viel zu kalt ist und Strickstoffe nur unnötig viel Platz wegnehmen, habe ich noch zwei Jacken genäht nach dem Schnitt von McCalls 6996. Frau Küstensocke hat letzten Mittwoch ein sehr schönes Modell vorgestellt und das ließ mich den Schnitt nochmal hervorholen. By the way: habt ihr schon von ihrer genialen Stoffdiät-Aktion  gelesen?) Hier findet ihr meine erste Jacke nach dem Schnitt, eine zweite habe ich nicht verbloggt.


Ich näh wirklich gerne mehrere Teile nach einem Schnitt. Denn beim Nähen fallen mir oft schon Varianten ein, die ich gerne direkt ausprobieren möchte oder sonst wieder vergessen würde. Kennt ihr das?
Dieser Cardigan ist auch wirklich sehr schnell genäht, deshalb ist es kein Hexenwerk zwei an einem Tag zu nähen.
Variante eins aus boucleartigem Strickstoff aus Münster (Stoffschrottplatz, keine Ahnung wie das richtig heißt) ist zusammen gesetzt aus  Vorderteil  A und Rückenteil C/D.Der zweite Cardigan ist aus dünnerem Strickstoff von Alfatex. Dieselbe Zusammenstellung wie die erste jedoch um 40 cm verlängert. Mal sehen wie ich mit der Länge zurecht komme. Abschneiden kann ich sie ja immer noch.

Beide Jacken sind mit der Overlock genäht, die Säume mit der normalen Nähmaschine abgesteppt. Knöpfe haben sie nicht. Meine Jacken werden eh meist offen getragen.
Jetzt habe ich vier Cardigans nach diesem Schnitt. Alle sind ständig in Gebrauch. Das reicht jetzt auch erst mal an McCalls. Obwohl hier liegt noch roter Strickstoff…

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.

Lieblingsstück 2016

Heute kann man beim MeMadeMittwoch das Lieblingsstück 2016 zeigen. Das ist für mich immer ein schöne Möglichkeit nochmal in das  letzte Jahr zu blicken.

Das meistgetragene Kleidungsstück war bei mir auf jeden Fall das Fake-Wicklekleid, dass ich in vielen Variationen genäht habe. Mein Entspannungskleid beim Nähen und Tragen.

Meine schönste Entdeckung im letzten Jahr waren jedoch die Waxprintstoffe, deren Qualität und Vielfallt mich schier überwältigt haben.

Ich war so begeistert, dass ich sogar einen Link Party zum Thema startet. Hier kam eine wunderschöne Mischung der Waxprint-Verarbeitungsmöglichkeiten zusammen.

Zahlreiche Annas habe ich aus dem Stoff genäht und sehr geliebt.Am liebsten jedoch habe ich die Waxprint Maxiröcke getragen. Nie hätte ich gedacht, dass ich so lange Röcke gerne tragen mag. Aber besonders beim Arbeiten habe ich diese Röcke sehr geliebt und den Sommer über angezogen.

Zum Herbst hin habe ich die Ginger genäht, die ich auch sehr gerne trage.

Und zum Winter hin wurden meine Stoffe immer dunkler und der Stil veränderte sich auch etwas. In den letzten Wochen des Jahres, tendierte ich zu schwarzen, sackartigen Kleidern. Die passen für mich einfach gut zum Winter, dem Wetter und der Stimmung dazu. Z.B. das InariTee Dress von Named Pattern.

Oder ganz frisch noch das Inari kombiniert mit dem Tavikki Sweater.

Aber ich freue mich schon sehr auf den Frühling und dann hab ich bestimmt auch wieder Lust auf mehr Muster und Farbe. Bis dahin verarbeite ich dann mein Waxprintreste zu einer Decke.

Und jetzt schmökere ich noch etwas bei euren Lieblingsteilen, bestimmt sind da viele Inspirationen für 2017 dabei.

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Eine Schnittmusterehe: Inari und Talvikki von Named Patterns

In den Weihnachstferien habe ich wieder etwas rumgetüftelt. Inspiriert vom Named Adventskalender, in dem ein Talvikki Dress vorgestellt wurde, baute ich zwei Schnitte zusammen: Den Talvikki Sweater und das Inari Dress, weil mir die zusammenlaufenden Teile ab Hüfte vom Inari so gut gefallen. Ich wollte das Sweatshirt nicht einfach verlänger. Dazu lege ich die beiden Schnitte zusammen, an den beiden Linien für den Brustpunkt übereinander. Nochmal extra gekennzeichnet mit einer roten Linie, kann man’s sehen?

Das Probekleid ist aus bunt-gestreifem Sweatshirtstoff genäht. Ich hatte gerade nicht anderes da. Durch die überaus raffinierten Abnäher entstand eine ganz neue Streifenführung. Das Probekleid hatte gewonnen und wurde direkt angezogen.

Angefixt von dem neuen Schnitt und der Tatsache, dass das Kleid sehr schnell genäht ist, es sind nur 4 Teile, habe ich  direkt eins aus grauem Romanit hinterhergenäht. Einzige Veränderung: das Kleid wurde gekürzt und die Seitenschlitze weggelassen. Auch das Kleid kommt ohne Reißverschluss aus. Das wichtigste ist dabei, dass der Halsausschnitt ohne Beleg auskommt, nur umgeklappt wird und mit einem elastischem Stich gesäumt wird. Das war das Schwierigste am ganzen Kleid, die Naht so hinzubekommen, dass sie dehnbar ist aber der Stoff sich nicht wellt. Leider ergibt es nur ein leicht unscharfes, geknittertes Kleid an der Puppe

Und dann fiel mir der wunderbare schwarze Viscoseromanit in die Hand, den – ich glaube – ich mal von Chrissy von einem Tauschtisch ergattert habe. Daraus nähte ich das Inari-Talvikki Nummer drei. Mit Seitenschlitze und schmaleren Ärmeln. Hier beim Neujahrspaziergang fotografiert.

Das Kleid ist saubequem und warm.

So schnell kann’s gehen. Das mit den Ehen, den Ideen und den neuen Kleidern. Ach was haben wir ein schönes Hobby.

Ich wünsch euch ein kreatives neues Jahr. Happy sewing!

 

 

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Inari von Named Patterns als Wintervariante

Weil ich weiß, dass bei schwierigen Ereignissen im Leben Alltag, Rituale und Routine eine sehr heilsame Wirkung haben, werde ich allen schlechten Meldungen zum Trotz und aus Freude darüber, dass all meine Lieben in Berlin gute Schutzengel hatten, heute beim MMM mitmachen, weil auch dieses Mittwochstreffen für mich ein sehr schönes Ritual ist.
Zudem hat der MeMadeMittwoch und alle Menschen, die ich um ihn herum kennengelernt habe, mein Leben sehr verändert haben. Zum Positiven und das möchte ich hiermit auch würdigen. Ganz vorne dabei ist Claudia Buntekleider, die mein Nähleben noch bunter und abwechslungsreicher gemacht hat,  heute den MMM moderiert und wiedermal ein Kleid zeigt, ganz nach meinem Geschmack.
Auch wenn ich in letzter Zeit die unglaubliche Wirkung von niedergeschriebenen Worten mitbekommen habe, setze ich weiterhin auf diesen Austausch und diese Plattform. Wir haben es in der Hand.

So, jetzt aber zum Kleid.

Seitdem ich im Sommer eine wunderschöne Variante vom Inari Tee Dress von Named Patterns bei Paisley Pirouette gesehen habe, liegt der Schnitt ausgedruckt hier. Viel zu schnell kam dann aber der Herbst und mir fehlte irgendwie der passende Stoff. Im Adventskalender von Named gab es lange Ärmel zu dem Schnitt und die Langarmvarianten Variante würde dort aus Jersey genäht.

Aus Baumwoll-Poly-Falten-Jersey vom Maybachufer habe ich meine erste Langarmvarianten genäht und bin so begeistert, dass ich direkt eine zweite hinterher genäht habe. Der Jersey Stoff vom zweiten Kleid ist aber dünner und fällt nicht so schön. Eigentlichlich ist das Rückenteil auch länger als der Vorderteil, das ist auf em Fotot aber nicht zu erkennen, seltsam. Auch bekommt das Kleid bei zu dünnem Stoff zu schnell eine Nachthemd-Gefahr. Ich kann also dickeren Jersey für dieses Kleid empfehlen.

Beide Kleider habe ich komplett mit der Overlock genäht, die Säume und den Halsbeleg mit geradem Stich genäht. Damit ist der Ausschnitt nicht dehnbar, jedoch groß genug für den Kopf. Geändert habe ich nichts am Schnitt, ihn nur  um die Hüfte etwas weiter geschnitten – wie immer. Mit Unterkleid fällt und sitzt das Kleid besser.
So bin ich unverhofft zu einem bequemen Weihnachtskleid gekommen. Den Weihnachtskleid Sew Along mußte ich ja leider schwänzen, weil hier gerade zu viel los ist.

Kombinieren läßt sich das Kleid auch super mit meiner Silvia von Schnittchen Nummer zwei finde ich. Diesmal ohne Taschen genäht und verlängert aus Strickstoff von Alfatex.

Ein turbulentes Jahr geht zu Ende.
Wir sehen uns spätestens wieder am 11.1.2017, wenn es beim MeMadeMittwoch um die Lieblingskleidung 2016 geht oder am 15.1. beim Finale der Herzen vom Wintermantel Sew Along. Hoffe bis dahin hat endlich das dünnere Futter den Weg in meine Jacke gefunden.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei meinen vielen treuen und neuen Leser*innen bedanken, für eure netten Kommentare und Gedankenaustausche.
Ich wünsche euch ein Weihnachtsfest, wie ihr es gerne hättet, und ein friedliches, positives 2017.