Vogue 2900 aus Waxprint

Ufos habens bei mir ja echt schwer. Sie landen meist in einer Kiste und werden nach einem Jahr entsorgt. Dieses Kleid  jedoch fand ich sowohl vom Schnitt (Vogue 2900)  als auch vom Stoff sehr schön, deshalb lag es lange in der UFO Kiste. Leider war die Passform seltsam und der Ausschnitt zu groß, deshalb fristetet es ein Dasein im hintersten Winkel des Schrankes.

Sonntag packte ich mir ein Herz, nach dem Motto „Schlimmer kanns nicht werden, das Kleid liegt eh nur im Schrank“ nähte ich die Seiten und Rückennaht enger, passte Futter an und verkleinerte Pi mal Daumen den Ausschnitt. Ich bin begeistert vom Ergebnis.IMG_4313

Der Schnitt ist wirklich klasse. Hier habe ich ihn schon mal vernäht.

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Jedoch stimmen Größentabelle und Realität nicht zusammen, deshalb ist das Nähen immer ein Desaster von vielen Anpassungen. Aber jetzt müsste ich wissen wie es geht.

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Die DKNY Schnitt bei Vogue waren bisher meine Favoriten, leider werden sie demnächst nicht mehr verkauft. Das finde ich sehr schade.

Das Kleid ist komplett gefüttert und sehr bequem.  Was mir so an dem Schnitt gefällt ist die tieferangesetzte Taille und der Ausschnitt. Es gibt Taschen, die nicht beulen und am Taillenband habe ich noch Paspeln verarbeitet. Die passen gut zum Stoff, machen das Kleid jedoch nicht zu verspielt. Mein zweites Vogue 2900 ist aus Waxprint, deshalb darf es auch zu meiner Waxprintlinkparty, bei der sich die tolle Kleidungsstücke aus Waxprint immer mehr häufen.

Hier warten jetzt nur noch zwei Waxprintstöffchen auf die Verarbeitung. Dank euch hab ich ja mittlerweile Inspiration satt. Vielen Dank für die vielen tollen Verlinkungen.IMG_4319

Bin ich froh, dass ich gestern direkt Fotos vom Kleid gemacht habe, hier regnet es schon wieder. Aber wir vernähen weiterhin bunte Stoffe und lassen uns die Sommerlaune nicht nehmen. So!

Mein UFO -Abbau würde auch gut zu Yvonnes UFO Abbau Aktion passen. Leider ist die nächste am 30.6. und ich habe diese Woche keine Zeit mehr zum Bloggen, das analoge Leben fordert meine ganze Aufmerksamkeit.

Ich wünsche euch eine schöne Woche.

Rock Sew Along Finale

Zum Abschluss des Rock Sew Alongs kann ich  vier neue Röcke zeigen:

Zwei alte bewährte Schnitte, einen neuen langen, einen neuen engen Schnitt. Gute Ausbeute. Aber der Reihe nach.

Ein leicht verändertere Norma aus Waxprint. Letzte Woche beim Seminar schon getragen (Danke an K. für die Fotos)

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Im Rahmen des Sew Alongs habe ich mich endlich getraut den tollen und teuren Stoff vom Bloggertreffen in Stuttgart anzuschneiden.

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Ein einfacher schmaler Rock nach eigenem Schnitt. Hier liegt noch der Rest des Stoffes, aus dem auch ein Rock nach diesem Schnitt genäht wird. Dann habe ich aus Stoff für 25 Euro zwei Röcke genäht, genau so war es beim Kauf geplant.  Der Rock sehr stoffsparsam genäht, Innenbelege aus anderem Stoff, Saum ganz knapp gehalten.

Mein Maxirock aus Waxprint hatte ich gestern im Schwedischen Möbelhaus an.

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Der Schnitt war aus einem Brigitte Sonderheft.

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Danke an Schildkröte für’s Helft leihen. Wenn der Schnitt sich bewährt, liegt hier ja noch Waxprint für den nächsten. Danke für eure tollen Ideen zum Musterverlauf. Mal sehen, was sich machen läßt.

Mein vierter Rock, heute morgen noch gesäumt und fertig gestellt, ist mein heimlicher Traum: ein Bleistiftrock aus Baumwollstretch.

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Der Schnitt ist Nr. 18 aus der Fashion Style 1/16. Den Schlitz habe ich etwas verändert. Ohne Stretch würde ich diesen Schnitt nicht nähen. Zu Beginn war er mir sehr ungewohnt, doch so langsam gewöhne ich mich an den Schnitt und finde ihn immer besser.

Oberteile habe ich keine genäht, wann auch. 🙂

Ich habe noch genug alte,  genähte und gekaufte Shirts im Schrank, die zu den neuen Röcken passen, da muss nichts Neues her, das finde ich gut.

Vielen Dank und Lucy und Meike für die Moderation und die wunderbaren Infos. Ich hab mich wieder über mein Grenzen gewagt, neue für mich ungewöhnliche Rockformen ausprobiert (Maxi und Bleistift) und auch beim vermeindlich einfachen Rock nähen Einiges dazu gelernt.

Und ganz gespannt bin ich auf die Parade der anderen Teilnehmerninnen, also: let’s Rock.

Eigentlich finde ich doppelt und dreifach Verlinkungen doof, aber weil’s wirklich gut passt und ich mehr sehr über eure vielen  Beiträge freue, verlinke ich die Waxprintröcke noch zum meiner Waxprintsammlung.

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Endless Summer Tunic

Auf der Suche nach einem luftigen Sommerkleidschnitt wurde ich auf meiner MeMadeMay-Liste fündig.

Die Endless Summer tunic von A verb for keeping warm war mir im Mai in vielen verschiedenen Varianten und auch unterschieldichen Stoffen begegnet und ich habe mir am Sonntag kurzerhand den Schnitt als PDF gekauft. Sonntagabend war mein Probeteil fertig. Aus sehr schönem Viscosestoff vom Grabbeltisch. Der Stoff hat jedoch sehr viele Farbfehler und deshalb habe ich aus dem Kleid ein Oberteil gemacht, indem ich es abgeschnitten habe.

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Trotzdem war ich vom Schnitt begeistert und in meinem Fundus fand ich noch eine passende Viscose-Webware von the sweet mercerie. Er fällt toll und fühlt sich angenehm an, dafür knittert er wie Sau und wellte sich beim Nähen.

Und so entstand ein schönes luftiges Sommerkleid. Den Auschnitt finde ich sehr raffiniert, der Schnitt ist auch etwas für heiße Tage und für mich sogar gut zum Arbeiten geeignet, da der Ausschnitt ist nicht zu tief ist.

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Leider war das Wetter beim Shooting weniger sommerlich als der Name des Schnittes.

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Die Anleitung ist recht kurz und nicht bebildert. Bei girlwithasewingmachine fand ich schöne Detailbilder, die mir das Nähen sehr erleichterten.

Bei den Nähen habe ich echt mit der Fadenspannung gekäpft. Egal was ich machte, die Naht wellte sich immer wieder wieder nach dem Nähen. Trotz bügeln auch noch gut auf dem Foto zu sehen. Zum Schluss fand ich dann die beste Einstellung: Fadenspannung 2, große Nahtlänge. Da die Vordernaht aber eine der ersten war, ist sie weniger schön. Werde nochmal bügen und ziehen. Kennt ihr das von Viscose? So extrem habe ich das noch nie erlebt. Und bei meiner Maschine gibt´s eine automatische Fadenspannung, die funtkioniert eigentlich immer.

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Änderungen am Kleid: Seiten je 2cm schmaler, Armloch unten verkleinert, Saum begradigt und 15cm verlängert. Das Armloch ist mit einem Schrägband versäubert. Bestimmt hätte ich das Kleid auch eine Nummer kleiner nähen können. Die Größe wird allein durch den Brustumfang berechnet. Die Taschen habe ich wie immer weggelassen.

Fazit: ein Kleid, wie ich es gesucht habe. Es wird auf jeden Fall noch mehr Kleider nach diesem Schnitt hier geben.

Tja, und weil es dann diese Woche zu kalt ist für dieses Kleid alleine, zeige ich euch heute auch endlich mal meinen Sommerstrickmantel. Eine Esme aus braunem Woll/ Baumwoll-Strick vom Maybachufer.

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Beim MeMadeMittwoch zeigt  Sybille heute  leider nicht ihr Dottie Angel Frog, sondern Animalprint für regnerische Sommertage. Aber wie immer sieht sie fabelhaft aus. Mein Probe-Dottie-Angel-Frog zu dem Schnitt liegt hier auch schon zugeschnitten an der Nähmaschine.  Und was zeigen die anderen Damen? Etwas Sommerliches oder sind sie eher in warme Kleidung gehüllt?

Mein erster Waxprint Maxirock

Heute geht’s weiter beim gemeinsamen rocken äh Rock nähen.

Der ersten Maxirock aus Waxprint ist fertig und ladet demnächst auch in meiner Waxprint-Verlinkungsaktion. Das Nähen ging wirklich fix, auch weil der Rock kein Futter hat. Irgendwie drücke ich mich immer um das Futter einnähen bei Röcken und dann dauert es immer länger als nötig. Kennt ihr das?

Beim Maxirock wollte ich aber von vornherein kein Futter einnähen und so ging’s echt schnell.
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Eigentlich habe ich erstmal einen Proberock genäht, um zu testen, passt Waxprint zu diesem Schnitt und passen Maxiröcke überhaupt in mein Leben.
Vom Schnitt bin ich begeistert, der Rock sitzt super und trägt sich angenehm. Im Heft gab es nur Größe 40 und da ich meist 42 trage, habe ich eine großzügige Nahtzugabe beim Zuschneiden gelassen. Das war nicht nötig. Diese zusätzliche Nahtzugabe habe ich dann nach dem ersten Anpassen wieder rausgenommen.
Einzige Änderung,: Den Reißverschluss habe ich in die Seitennaht verlegt, da sitzt er bei mir immer besser. Für den Alltag taugt die Länge auch, ein Test bei der Arbeit steht noch aus. Was mich aber gerade beschäftigt ist, ob dieser Schnitt mit den vielen Teilungsnähten für dieses noch geplante großen Muster geeignet ist.
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Beim ersten Rock habe ich mich überhaupt nicht darum gekümmert, ob die Muster an den Nähten zusammenpassen.
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Hier sieht man nochmal genau wie das Muster an den Nähten nicht zusammenpasst.
Tja und dann hab ich letzte Woche the Great British Sewing Bee geschaut. Waxprint war auch da ein Thema. Und seitdem erscheint mir meine Muster Verarbeitung bei dem Rock mehr als stümperhaft. Bei dieser Schnitt-und-Stoff-Kombi ist es zumindest für mich unmöglich den Musterverlauf passend hinzubekommen. Und ich weiß nicht, wie sehr es mich stören würde, wenn es so gar nicht passt.
Deshalb zögere ich den zweite Rock zuzuschneiden. Ja, ja, ich hab echte Luxusprobleme. Aber vielleicht werde ich es einfach versuchen, was meint ihr?
Oder soll ich lieber diesen Stoff  für den Maxirock nehmen, da er eh schon Patchworkmäßig aufgebaut ist, brauche ich auf keinen Musterverlauf zu achten.
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Oder vielleicht finde ich in meinem Fundus noch einen passenderen Stoff.

Und es liegen schon zwei zugeschnittene kurz Röcke hier:

Links ein A-Linien Waxprint Rock, rechts ein Bleistiftrock.

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Beide im ersten Sew Along Motivations Flow letzten Sonntag zugeschnitten. Jedoch sollen /müssen beide gefüttert werden und deshalb bedeutet das Nähen etwas mehr Angang für mich. Ich weiss, wie bekloppt ist das eigentlich. Aber nächstem Sonntag ist Nähkränzchen und spätestens da wird die Futterhemmung bezwungen.

Meine Nähzeit ist in den nächsten Wochen ansonsten beschränkt. Deshalb bin ich mir nicht sicher, welche der geplanten Röcke bis zum Finale fertig werden. Aber ein guter Anfang ist gemacht, das war Sinn der Sache.

Hier geht’s heute nicht nur mit den Zwischständen der anderen, sondern auch mit Sybilles genialem Rock-Tutorial weiter. Ganz schön viel Arbeit hat sie sich dabei gemacht. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle dafür.

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag.

Rock Sew Along Inspiartionssonntag

Sommerrock-SewAlong

Heute geht es auf dem MeMadeMittwoch Blog los mit dem Rock Sew Along. Vielen Dank an Lucy und Meike für die Moderation und den zahlreichen Tipps nebenbei.

Schon beim MMMay habe ich ein Manco an Röcken festgestellt. Es fehlen auf der einen Seite unaufgeregte Röcke, die ich gut zum Arbeiten, für Vorträge etc anziehen kann, wenn ich mal ein etwas zurückhaltenderes Outfit meine zu brauchen.

Diese Stoffe hätte ich zur Auswahl:

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Und es fehlen Sommerröcke. Da sind die Farben knalliger:

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Für beides möchte ich gerne meinen erpobten angepassten A-Linien Schnitt nehmen, er ist eine Mischung aus Norma und Aztek, beide aus der Ottobre. Nachdem ich viele verschieden Schnitt ausprobiert habe, ist dieser Baukastenschnitt der, den ich am häufigsten und liebsten trage, deshalb bleibe ich ganz langweilig vernünftig dabei. Bei den unaufgeregten Röcken könnte ich mir auch einen Bleistiftrock vorstellen. Der läßts sich aus meinem Baukastenschnitt gut basteln.

Meiner Liebe zu Waxprintstoffen möchte ich gerecht werden und einen Maxirock nähen. Inspiration dazu fand ich bei lila und gelb. Frau Schildkröte hat hier einen schönen Schnitt vorgestllt, der könnte  auch toll sein. Sie hat mir  netterweise schon das Heft mit Schnitt geschickt, es ist nicht mehr im Handel erhältlich.

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Diesen Schnitt werde ich auf jeden Fall ausprobieren.

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Mehrer Waxprints stehen zur Auswahl. Mehr Infos zu Waxprint findet ihr bei meiner momentanan linkparts hier. (Ich bau den link mal ein, weil gerade so viele Nachfragen kommen)

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Bedarfs- ,Stoff- und Ideenmäßig kann ich aus den Vollen schöpfen und hab Auswahl. Das mag ich gerade sehr. So kann ich nach Lust und Laune entscheiden, womit ich anfange oder was von all dem ich überhaupt im Juni schaffe.

Auf jeden Fall bin ich gespannt auf eure Ideen und habe bis heute abend bei der Linksammlung bestimmt noch weitere Schnittideen gefunden. So geht es mir immer bei Sew Alongs, spätestens beim ersten Treffen, wird meine Ideenkiste wieder erweiter und neu sortiert. Gut so, das ist ja Sinn der Sache.

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag.

MMMay 2016 die letzte Woche

Das war meine vierte und letzte Woche beim MeMadeMay 2016

25. Mai: Schwanenkleid zum MottoMittwoch, in dem ich mich nicht so richtig wohl fühle. Vielleicht wird das Schwan noch zum Rock.

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26. Mai: Wandern in einer Belcarra Bluse

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27. Mai  Mottotag: Polka Dots im Kleid Jill

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28. Mai: mein Chrissys Ajaccio

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29. Mai: mein liebster Fake-Wickelkleid-Schnitt. Das Kleid ist noch unverbloggt, den Schnitt findet ihr hier

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30. Mai Patternhack Blumenkleid

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31. Mai: ein  neues Fake-Wickelkleid für eine Präsentation und zum Abschied des MeMadeMay, auch unverbloggt aber der übliche Schnitt.

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Wie immer war es ein großes Vernügen jeden Tag vielen verschiedenen Frauen auf der ganzen Welt in ihren selbstgenähten Sachen zu begegnen. Diese Aktion ist wirklich einzigartig und großartig. Ein großes Dankeschön an Zoe und Jennifer.

Interessant: Es waren auf der ganzen Welt immer wieder gleiche Schnitte zu finden: das Anna Dress, die Ginger Jeans, viel von den Schnittherstellern Colette, Tilly and the Button, By Hand London. Aber vielleicht lag das auch an meiner Wahrnehmung oder an den Menschen, die mitgemacht haben. Meine Analyse ist auf keinen Fall wissenschaftlich sauber.

Auf jeden Fall habe ich hab eine lange Liste mit neuen Ideen und Schnitten, die wahrscheinlich für’s ganze Jahr reichen und  einige inspirierenden Blogs und Instagramaccounts gefunden.  Ich habe es geschafft jeden Tag etwas anderes anzuziehen und meine Vorlieben (Fakewickelkleider und Anna Dresses) haben sich klar in den Vordergrund gedrängt. Mein Fazit: ich hab wirklich genügend Jerseykleider, die ich aber auch gern und fleißig trage.

Es fehlen ein paar Röcke, evtl ein Sommermantel. Das Nähen der Gingerjeans heben ich mir für den Herbst auf.  Der Rock Sew Along kommt mir gerade Recht, so kann ich die fehlenden Röcke in Angriff nehmen und möchte auch bei Bedarf für passende Oberteile sorgen. Ajaccio als Oberteil, ist  z.B. ne tolle Idee.

Durch den MMMay werde ich immer sehr beflügelt in dem Monat viel zu bloggen und zu nähen, das gefällt mir. Zum Ende des Monats merke ich jedoch, dass meine Ideenkiste voll ist und ich erst mal genug Kleidung gesehen habe. Eine kleine Pause ist angesagt.

Deshalb könnte es bis auf den Rock Sew Along hier in der nächsten Zeit etwas ruhiger werden, mal sehen.

Waxprint Linkparty – zeigt her eure Kleidung

Seit einiger Zeit verarbeite ich Waxprint mit immer größerer Begeisterung.

Waxprint oder auch Africaprint sind in der Regel festere Baumwollstoffe mit unterschiedlichsten Drucken, die früher mal mit Wachsdruckverfahren hergestellt wurden. Daher der Name. Wir kennen sie vor allem als Kleiderstoff afrikanischer Mode. Er wird aber immer mehr auf der ganzen Welt verarbeitet. Lustigerweise stammen die Stoffe ursprünglich gar nicht aus Afrika, sondern aus Indonesien. Suschna hat dazu einige spannende und wie immer sehr informative Artikel  geschrieben, auch zum Thema Herkunft.

Meiner Erfahrung nach eignen sich die Stoffe  gut für Röcke und Kleider, die keinen Stoff mit weichem Fall benötigen. Bei den Schnittmustern achte ich immer auf möglichst wenig Teilungsnähte, so dass die meist großen Muster so wenig wie möglich unterbrochen werden. Und beim Kaufen achte ich immer darauf, relativ „kleine“ Muster zu erwischen.

Meine Röcke:

Midsommar

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Hollyburn:

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Ein Maxirock:

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Ein Norma:

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Meine Kleider:

Vogue2900

 

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Odette:

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Meine Annas, mein bisher liebster Schnitt für Waxprint:

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Anna mit Schrägband

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Meine liebste Stoffquelle ist ein Laden in Köln, den wir auch beim Nähbloggerinnentreffen mit einer Gruppe  besucht haben. Aber auch in Paris habe ich schon tolle Prints eingekauft und Abende lang in Waxprints geschwelgt. Auch online gibt es einige gute Quellen: hier und hier und hier.

Seitdem ich den Post über den Laden in Köln auf meinem Blog habe, werde ich immer mal wieder von Näherinnen zu dem Thema angeschrieben.

Deshalb kam mir die Idee, eine Linkparty zu eröffnen, in der ihr all eure Kleidung für Erwachsene, die aus Waxprint entstanden ist, verlinken könnt. Gerne mit Quellenangabe und auch mit gutem oder schlechten Erfahrungen, welche Schnitte sich gut eignen, welche gar nicht und was so zu beachten ist bei der Verarbeitung.

Letzte Woche habe ich für  mich und einen Teil der MMM Crew im Kölner Laden eingekauft. (Gemeinsames Einkaufen bei Waxprint macht Sinn, weil die Coupons 1,20m x 5,5m groß sind. Da kann man gut teilen und tauschen,)

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Drei schöne Stöffchen von anderen Einkäufen liegen hier noch.

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Hier dürften also in nächster Zeit wieder ein paar neue Kleidungsstücke aus Wachsprint entstehen.

So und nun bin ich gespannt auf eure Werke und Erfahrungen. Es können auch ältere Post verlinkt werden, kein Problem. Wichtig ist, dass es sich um Kleidug für Erwachsene handelt und ihr etwas zu Schnitten und der Verarbeitung erzählt.

Die Linkliste ist erst mal unbefristet geöffnet.

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Rock Sew-Along auf dem MMM Blog

Ich bin dabei!

Am 5.6. startet auf dem MeMadeMittwoch Blog ein Rock Sew Along.

Näht alle mit: ob Anfängerinnen oder Fortgeschrittene, ob mit oder ohne Blog Besondere Grüße an Barbara, Britta, Anja und Ulrike. 😉

Ich bin gespannt auf eure Sommerröckchen.

Kissenbezüge für’s Paletten-Sofa – eine Anleitung

Unglaublich wir haben endlich zwei Paletten-Sofas  gebaut und ich habe alle Bezüge für die Sitzkissen genäht.

Hier, im Gastbeitrag von meinem Mann, sehr ihr, wie die Sofas gebaut werden. Und weil es einige Menschen gab, die gerne wissen wollten, wie ich die Kissen bezogen habe,  habe ich viele Fotos gemacht (und immer noch zu wenige) und  erkläre euch meine Vorgehensweise. Da wir zwei Sofas gebaut haben und ich dazu 11 Kissen nähen durfte, habe ich einige Techniken ausprobiert und diese erscheint mir am besten.

Material:

  • Schaumstoff zugeschnitten:
    Für die Lounge: Viermal für die Sitzfläche: 80x65x10 und fünfmal 80x45x10 für die Rückenlehnen.
    Für das Sofa: Sitzfläche: 120x65x10 Sitzfläche und 120x45x10 Rückenteil.
  • Outdoorstoff: Ich hab Dralon von Stoff und Stil verwendet, ein lichtbeständiger, wasserabweisender Outdoorstoff,  den mir Stoff und Stil freundlicherweise für mein Projekt zur Verfügung gestellt hat.
  • einen Endlosreißverschluss und einen Schieber (Quelle Machwerk)
  • Kräftigeres Nähgarn und Jeansnadeln

Das Sitzkissen hat 3 verschiedene Maße:  Breite A,  Höhe B, Länge C und jeweils 2×3 verschiedene Seiten 1,2,3.

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Für die Sitzkissen schneiden wir je  2 x  die 3 verschiedenen Seiten zu plus 4cm Nahtzugabe und Spiel zum Überziehen (also 2 pro Seite). Ich hab den Stoff nicht mit der Overlock versäubert. Wenn ihr das macht, braucht ihr noch mehr Nahtzugabe. Mit 3cm Nahtzugabe bin ich nicht ausgekommen, das Kissen sitzt sehr spack und das Drüberziehen war sehr schwierig. Probiert es einfach beim ersten Kissen aus. Also nicht direkt alle Kissen zuschneiden. 😉

  • 2 x AxB  plus 4cm Seite 1
  • 2 x AxC  plus 4cm Seite 2
  • 2 x BxC  plus 4cm Seite 3

Der Reißverschluss hat die Länge der Seite A  (der längsten Seite) plus 4cm.

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Zuerst wir der Reißverschluss geteilt, rechts auf rechts auf den Stoff (Zähnchen unten liegend) und an die längste Seite von Fläche 1 und dem dazugehörigen Seitenteil genäht.

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Reißverschluss-Schieber aufziehen, zwei Seiten sind schon mal miteinander verbunden.

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Nun nehmen wir die drei weiteren Seitenteile von Teil 1 und nähen sie jeweils an. Dabei immer die Naht 1cm vor der Kante stoppen, so dass die Teile nicht übereinandergenäht werden.

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So sieht es fertig aus.

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Wenn ihr alle Seitenteile angenäht habt, nehmt ihr das zweite Teil 1 und näht es an alle Seitenteile. Und wieder lasst ihr an den Kanten ein Zentimeter Platz Nahtzugabe.

Danach werden die kurzen Seiten  B rechts auf rechts zusammen gelegt und von der Nahtkante bis zur Nahtkante zusammengenäht.

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Wichtig ist die Kanten gut zu vernähen und auch  Reißverschlüsse jedesmal gut  mit zu fassen, damit sie nicht wieder aufgehen beim Drüberziehen.

Die die Ecken die Nahtzugaben  werden abgeschnitten.

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Und so sehen die fertigen Ecken aus:

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Nun kommt der schwierigste Teil: Wir müssen den Bezug über den recht festen Schaumstoff ziehen,  dabei hilft fluchen, beten, wünschen je nachdem welcher esoterischen Richtung oder Glaubensrichtung  man so angehört.

Und es hilft,  den Bezug direkt richtig auf die oberen Ecken zu plazieren und dann langsam das Kissen runterzuziehen.

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So sieht die Sofas  im ferigen Zustand aus.  Das kleine für die Dachterasse

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Das große im Garten. Streifen halbwegs sortiert, damit sie passen. Aber auch das erste und einzige Mal.
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Und so sehe ich aus nach dem Nähen, sehr zufrieden mit dem Ergebnis.
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Die Kissen und das Sofa haben seit Fertigstellung schon Einiges mitgemacht, Partys, Teenager-Gelage, über Nacht draußen vergessen. Sie haben alles gut verkraftet. Regen haben sie noch nicht abbekommen. Ich glaube auch, das mag der Schaumstoff  weinger gerne als die Bezüge.
Wenn wir sie nicht brauchen, lagern die Auflagen in der Nische zwischen Terassentür und Omas Schrank. Da passen sie ganz genau rein.
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Viele Spaß beim Nächnähen.
Dieser Beitrag enthält Werbung: Der Dralon-Stoff für die Bezüge wurde mir von Stoff und Stil zur Verfügung gestellt.

Paletten-Sofa Anleitung Gastbeitrag

Der Hobbyschreiner und Fotograf im Haus hat gleich zwei Paletten Sofas gebaut und war so freundlich, das alles in einem Gastbeitrag zu dokumentieren.

Der Plan: Ein Sofa auf der Terrasse und eine Lounge im Garten. Dazu braucht man die dreikah, die die Kissen näht und viele Europaletten.

Ich zeige hier die einzelnen Schritte für das Sofa. Die Lounge funktioniert genauso, wird nur etwas anders zusammengepuzzlet. Für das Sofa braucht man fünf Paletten. In der Lounge sind zehn Paletten verbaut.

P1080325Die erste Palette wird auseinandergenommen. Das macht man mit Hammer und Brecheisen. Wir brauchen die Oberseite, daraus wird die Rückenlehne. Dazu sägen wir den „Deckel“ zwischen dem zweiten und dritten Brett durch – und zwar so, dass der Schnitt bündig am zweiten Brett verläuft. Aus dem Stück mit den zwei Brettern sägen wir zwei Stücke von ca. 33 cm. Die schrauben wir so an das Stück mit den drei Brettern, dass sie 18 cm unter dem dritten (ehemals mittleren) Brett herausragen.

P1080328 P1080329 P1080331Von den Klötzen in der Mitte der Palette müssen wir zwei von allen Brettern befreien. Sie werden auf das zweite Brett einer Palette geschraubt, so dass 22 cm zur Längeseite frei bleiben. Auf diese Palette legt man eine zweite und fixiert sie mit zwei Schrauben, damit sie später nicht verrutscht. Zwei weitere Paletten werden quer durchgesägt, bündig entlang der mittleren Klötze. Die größeren Teile werden als Armlehnen an die beiden gestapelten Paletten gestellt und verschraubt.

P1080332Jetzt muss nur noch die Rückenlehne schräg zwischen das erste und zweite Brett geschoben werden.

P1080333Die beiden aufgeschraubten Klötze geben der Rückenlehne Halt. Ich habe bei den Klötzen solche verwendet, die aus zusammengepressten Spänen bestehen. Die finden sich oft in den Paletten. Die echten Holzklötze habe ich für die sichtbaren Teile gelassen. Das war ein Fehler. Denn aus ihrer ursprünglichen Position befreit verlieren die gepressten Klötze schnell an Stabilität und halten dem Druck der Rückenlehne nicht mehr stand. Ich musste sie daher nach kurzer Zeit durch massive Kantholzstücke (finden sich in der Restekiste jeder unaufgeräumten Werkstatt) ersetzen.

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Aus den Restteilen der Paletten kann man noch Abdeckungen für die Armlehnen machen. Das sieht besser aus, ist bequemer und bringt auch gleich eine Abstellmöglichkeit für Kaffee und andere Getränke.

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Die Lounge besteht aus zwei Sofas nebeneinander. Zwei Paletten sind l-förmig daran gestapelt. Weil hier die Konstruktion für die Rückenlehne nicht funktioniert – die Bretter laufen ja in die falsche Richtung -, habe ich einen Palettendeckel hier senkrecht angeschraubt. Das letzte Stück vom L hat dann zwar keine Rückenlehnen, aber es sieht so besser aus.

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Die Oberflächen habe ich noch grob abgeschliffen und geölt.

Bonus-Track: Aus weiteren Resten lassen sich Deckel für Getränkekisten zimmern, die dann als Hocker oder Tischchen dienen. Mit etwas Puzzelei wird aus Paletten-Resten auch ein größeres Tischchen.

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PS: Muss ich erwähnen, dass der Zusammenbau von Sofa und Lounge an Ort und Stelle erfolgt? Mal eben auf Seite rücken lassen sich die Teile nämlich nicht.